Sobald sie das Heidsgärtla betreten, tauchen die Besucher immer wieder in eine andere Welt ein. Durch eine alte Tür treten sie in eine Ruheoase, die neben Kunst auch frisch gezapftes Bier und andere Leckereien bietet. Wo früher die Sommerfrischler aus Berlin ihren Urlaub genossen, hat die Junior-Chefin Jessica Heid vom "Gasthof zur Post" ihr en ganz persönlichen Traum wahr werden lassen.

Am heutigen Freitag findet im Heidsgärtla ab 19 Uhr die offizielle Vernissage mit Clemens Heinl statt. Die launisch fränkische Laudatio hält Humorist und Schriftsteller Klaus Schamberger. Darüber hinaus werden Musikbegeisterte, egal ob mit oder ohne Bühnenerfahrung, herzlich dazu eingeladen, nach dem offiziellen Teil eine "Jam Session" zu starten. "Wir wollen Kunst und Kultur erlebbar machen", sagt Jessica Heid, die statt einem Biergarten einen "Wir"-Garten geschaffen hat.

Ihre Gäste, die sie wie Freunde zu empfangen verspricht, können in dem Garten entspannen. Kinder finden im Spieleschrank Beschäftigung und auch Hunde sind gern gesehen.

Botschaften auf Schildern

Die Möbelstücke, die in dem Garten neben dem Egloffsteiner Kurpark verteilt sind, erzählen jedes für sich eine Geschichte. "Wir haben vielen Dingen ein zweites Leben eingehaucht, die andere für Unnütz ansehen", sagt Jessica Heid.

Über den Sesseln, Sommerliegen und Hockern hängen Schilder, die Gäste durch den Garten leiten: "Wahrheit" in der Weinlaube, und "Entspannung" über der hölzernen Hollywood-Schaukel.
"Vertrauen" hängt über dem Bierfass, an dem sich jeder Gast sein Bier selbst zapfen kann. Dazwischen tummeln sich geschnitzte Holzfiguren des Schwabacher Künstlers Clemens Heinl.

Am Ende des sogenannten "Communication table", einem acht Meter langen, massive Holztisch mit pfiffigen Sitzgelegenheiten, hat eine dieser hölzernen Damen Platz genommen. Auf den Tischen stehen immer frische Blumen, im Baum hängen Krüge und Kannen.