Blühende Blumen, gute Laune - das ist derzeit die Stimmung bei Forchheims "Amtsgrünen", wie Stadtgärtnerei, Friedhofsamt und Försterei oft scherzhaft bezeichnet werden. Grund der Freude: Der Umzug in die Dechant-Reuder-Straße ist bewältigt. Referatsleiter Walther Mirschberger, Gartenamtschef HerbertFuchs und Bauamtsleiter Gerhard Zedler stellten gestern vormittag der Presse und am Abend dem Stadtrat das neue Domizil vor.
Es ist eine Zwischenbilanz. Denn das Gesamtprojektes wird erst im Dezember fertig gestellt sein. Damit würde die reine Bauzeit gerade mal ein Jahr betragen.

Walter Mirschberger erinnert aber auch an die Vorplanungsphase mit schwierigen Grundstücksverhandlungen zwischen der Telekom und der Stadt. Man habe schließlich mit einer Million einen akzeptablen Kaufpreis erzielt und liege mit weiteren 1,5 Millionen Bauinvestitionen in einem guten Kostenrahmen. Mirschberger dankt hier Herbert Fuchs für sein Engagement. Denn der hatte zum Beispiel günstig die gebrauchten Gewächshäuser des inzwischen aufgelösten Bundessortenamtes in Bamberg erwerben können.

Ein Lob gilt auch dem Bauamt: Denn die Maßnahme konnte in Eigenregie kostengünstig umgesetzt werden. Bauamtsleiter Gerhard Zedler hebt die gute Zusammenarbeit zwischen dem Bauhof und dem Gartenamt hervor. "Die Arbeiten wurden ohne Fremdarchitekten durchgeführt und damit eine Menge Geld gespart", betont Zedler. Das Bauamt, das vor 22 Jahren noch 50 Mitarbeiter gehabt habe und jetzt mit 28 auskommen müsse, habe alle Hände voll zu tun. "Wir haben noch nie, seitdem ich hier bin, so viele Großbaustellen auf einmal gehabt, die für die Stadt prägend sind", betont Zedler.

Er verweist auch darauf, dass es schwierig gewesen sei, den Bauzeitplan durchzuziehenn. Grund: Beim derzeitigen Bauboom sei es gar nicht so einfach Aufträge an Baufirmen zu vergeben. Bei Ausschreibungen habe es manchmal kaum Interessenten gegeben.

Die welken Seiten


Herbert Fuchs verhehlte auch nicht, dass der Standortwechsel vom Hallenbadgelände in die Dechant-Reuder-Straße bisweilen negative Auswirkungen gehabt habe. Man habe heuer weniger Pflanzen ziehen können und die Spielplätze hätten vernachlässigt werden müssen. "Der Spielplatz-Trupp war beim Umbau eingesetzt", erklärt Fuchs.

Das blühende Ergebnis


Doch das Positive überwiegt:Das neue Gartenamt arbeitet dank moderner Technik kostengünstiger und umweltschonender als je zuvor: Zum Beispiel mit einer Regenwassernutzung in einem geschlossenen Bewässerungskreislauf und einer Abwärmeüberleitung zwischen den Gewächshäusern und den Büros .