In Weigelshofen präsentierte Anton Hepple, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, den Jahresbericht mit den Dorferneuerungsmaßnahmen in den Landkreisen Forchheim und Bamberg. "Projekte der Flurneuordnung und Dorferneuerung lösten im Landkreis Forchheim Investitionen von 2,62 Millionen Euro aus.

Hepple zog in Weigelshofen Bilanz, weil die Gemeinde Eggolsheim einen besonderen Schwerpunkt der Maßnahmen darstellt. In Neuses sollen der Ortskern, der Bachlauf und die Plätze umgestaltet werden. Die Investitionssumme bezifferte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB/OEB) auf 4,5 Millionen Euro. In Drügendorf, wo der Dorfplatz, der Brunnenplatz, Gehwege und der Vorbereich des Kirchenplatzes neu gestaltet werden sollen, sind Investitionen von 3,5 Millionen geplant.

Initialzündung, so Bürgermeister Schwarzmann, sei der Komplettausbau der Kreisstraße durch Weigelshofen gewesen. Dabei sei es gelungen, einen Seitenarm des verrohrten Eggerbaches wieder erlebbar zu machen. Ein besonderes Dankeschön ging in diesem Zusammenhang an die Anwohner, die den Grund dafür zur Verfügung gestellt hatten.

Die vier Themenbereiche "Zielstrebiges Kooperieren", "Gutes Leben", "Attraktives Wohnen" und "Erfolgreich Wirtschaften in der Allianz" nannte Hepple als Ziele, die bei Maßnahmen im Zuge der Dorferneuerung verfolgt würden. Mit vielen dieser Aufgaben seien einzelne Kommunen allein überfordert. Deshalb sei die landkreisübergreifende "Integrierte Ländliche Entwicklung Regnitz-Aisch" mit den Kommunen Eggolsheim, Hallerndorf, Altendorf und Buttenheim gegründet worden. Vordringliches Ziel sei ein leistungsfähiges ländliches Kernwegenetz. "Um die Wertschöpfung aus der Landwirtschaft zu erhöhen und die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft durch Landnutzung zu fördern, ist ein leistungsfähiges Wirtschaftswegenetz von großer Bedeutung", unterstrich Hepple. Er verwies darauf, dass dieses Wegenetz genauso für Naherholung, Freizeit und Tourismus genutzt werden solle.


Gemeinsam geht's besser

Eine solche überregionale Zusammenarbeit hätten auch die Kommunen rings um Ebermannstadt geplant, die sich zur "Integrierten Ländlichen Entwicklung Fränkische Schweiz aktiv" zusammengeschlossen hätten. Die Gemeinden des "Wirtschaftsbandes A 9" realisierten seit zehn Jahren landkreisübergreifende Projekte.

Landrat Hermann Ulm (CSU) würdigte den Einsatz der Mitarbeiter des Amtes für Ländliche Entwicklung. Durch diese Unterstützung könnten Projekte angepackt werden, die eine Gemeinde allein nicht stemmen könne. "Ich bin froh um jede Gemeinde, die diese Möglichkeiten nutzt", so Ulm. Besonders erfreut zeigte er sich, dass bei den Dorferneuerungsmaßnahmen zunehmend ökologische Belange berücksichtigt würden. "Das sind Hilfen, dass die Leute weiterhin gern auf dem Land leben", fand Landrat Ulm.

Beispiele dafür seien bei den abgeschlossenen Maßnahmen in Pautzfeld, Lilling und Sollenberg oder Dorfhaus, aber auch in Streitberg zu finden. In Wüstenstein wurden rund 4,5 Millionen Euro in Dorferneuerung und Flurneuordnung gesteckt. 2016 wurden im Landkreis Forchheim 28 Verfahren der Ländlichen Entwicklung bearbeitet. In zehn Gemeinden wurden in insgesamt 40 Ortschaften Dorferneuerungsverfahren betreut. Von den Maßnahmen der Dorferneuerung sind etwas mehr als 10 000 Einwohner berührt.