Bei der Aufstellungsversammlung im Feuerwehrhaus von Kleinsendelbach stimmten 39 der 40 anwesenden wahlberechtigten Mitglieder für die 58-jährige verheirate Mutter einer erwachsenen Tochter.

Seit 1990 im Gemeinderat

Werner ist als Fachlehrerin an der Erlanger Realschule Am Europakanal tätig und gehört seit 1990 dem Gemeinderat an. Sie erlebte noch Altbürgermeister Alfred Schramm und seinen Nachfolger Albert Güßregen an der Spitze der Gemeinde, bevor sie 2008 selbst zum Gemeindeoberhaupt gewählt wurde.

Ohne Gegenstimme segnete die im Jahre 1984 ins Leben gerufene UWG die Bewerberliste für die Gemeinderatssitze ab, die von Gertrud Werner aus Kleinsendelbach angeführt wird.

Werner hat noch viel vor

Bürgermeisterin Gertrud Werner erklärte ihre Entscheidung, wieder zu kandidieren, damit, dass sie die in der Zukunft anstehenden Aufgaben in der Gemeinde anpacken und bewältigen wolle. Sie möchte auch weiterhin für die Belange ihrer Bürger ein offenes Ohr haben. "Bei einer Wiederwahl werden die nächsten sechs Jahre für mich zwar kein Honigschlecken und mit dem Verzicht auf Freizeit und Familie verbunden sein", gab Werner zu. Sie sehe es aber als ihre Verpflichtung, den Ort mit einer modernen Infrastruktur zukunftsfähig zu gestalten.

Finanziell viel geleistet

Dazu gehörten in ihrer ersten Legislaturperiode bereits der Bau der rund 1,8 Millionen Euro teuren Mehrzweckhalle, die sich immer mehr zu einem Veranstaltungs- und Sportzentrum in der Gemeinde entwickelt, der Bau des Rückhaltebeckens am Pfarrer-Ruhdorfer-Weg mit einer Eigenbeteiligung von mehr als 600.000 Euro.

Auch für die kommenden Jahre stehe noch so manche Maßnahme an, sagte Werner. "So muss im kommenden Jahr endlich der sich lange hinziehende DSL-Ausbau über die Bühne gehen", sagte sie. Weiterhin müssten etliche Abwasserkanäle saniert werden, die für die drei Ortsteile rund 564.375 Euro kosten dürfte. "Alles in allem konnten all diese Maßnahmen im kleinen Kleinsendelbach durchgeführt werden und werden sicherlich auch künftig bewältigt werden können, ohne die Verschuldung der Gemeinde ins Uferlose ansteigen zu lassen", sagte Werner. Derzeit habe die Gemeinde eine Pro-Kopf-Verschuldung von 524,66 Euro.

Wunsch nach mehr Harmonie

Sie sei von dem Wunsch beseelt, "dass doch endlich die unsäglichen Grabenkämpfe im Gemeinderat, verbunden mit persönlichen und politischen Anfeindungen, ein Ende haben mögen". Mit dem Wunsch, in derneuen Legislaturperiode sachorientiert im Ratsgremium arbeiten zu können, will Gertrud Werner in den Wahlkampf ziehen.