500 Biker kommen! - So viele werden es mindestens sein, die zu den EMC Biker Days vom 1. bis 5. August auf die Forchheimer Schleuseninsel kommen. Und etwa auch die Zahl wird am Samstag, 4. August, durch Forchheims Fußgängerzone fahren.
Dennoch sind keineswegs Reaktionen in der Art "Holt die Wäsche rein, die Zigeuner kommen!" geboten. "Der Konvoi soll zum Segen der Stadt sein; wir möchten den Glauben interessant machen, auch für junge Leute", sagt Peter Laudt, der Vorsitzende der Christlichen Motorradfreunde Franken. Sie gibt es seit 2004 als losen Verband und seit 2010 als eingetragenen Verein. 80 Prozent der Mitglieder haben selber ein Zweirad mit Motor.

"Jeder darf mit"


"Von zwei bis 100 PS darf bei unseren Ausfahrten jeder mit", erklärt Laudt und erzählt, dass zu den Ausfahrten des Clubs auch Andachten und Gebet gehören. Aber auch: "Wir sind ganz normale Motorradfahrer, die bei der Kathi einkehren." Und mit leichtem Schmunzeln: "Wir sind das Gegenteil der Hells Angels." Die Kathi-Bräu in Heckenhof könnte eines der Ziele sein, die bei den "Ausfahrten to franconian hill" während des Bikertreffens angesteuert werden. Klingt englisch und ist auch englisch, denn das Programm richtet sich an Motorradfahrer aus ganz Europa.
250 haben sich schon fest angemeldet. "Stark vertreten ist Finnland", sagt Laudt. 60 bis 70 Biker aus dem hohen Norden werden kommen. Derzeit sind sie quer durch Europa unterwegs. "In der Schweiz wahrscheinlich gerade." Anmeldungen aus Holland, Belgien, England, Portugal und Russland sind schon eingetroffen.
"Am wenigsten haben sich deutsche christliche Clubs gemeldet; die die dürften spontan kommen, je nach Wetter", meint Laudt. Nach seinen Erfahrungen bei anderen Treffen werden immer 500 bis 600 Personen auf der Schleuseninsel campieren.
Für die Abendveranstaltungen rechnet er mit gut 1000 Gästen. Mittwoch bis Samstag beginnt jeweils um 19 Uhr die EMC-Gospelnight. "Das ist ein Gottesdienst ganz anderer Art, mit einem feurigen Prediger und zum Abschluss immer einer Band", erläutert Laudt. Dazu lädt er - "selbstverständlich" - auch Nicht-Motorradfahrer ein.