Die Narren waren los beim Pfarrfasching. Auch dieses Jahr ging es hoch her beim Großereignis der Pfarrei St. Ottilie Kersbach, das Junge und Ältere, Alteingesessene und Neubürger zusammenbrachte.
Lydia und Luisa Zametzer eröffneten mit lustigen und abwechslungsreichen Spielen sowie Tänzen das Programm für die Kinder und sorgten so für eine ausgelassene Stimmung.


Unbeschwerte Stimmung

Egal ob Schmetterling, Hexe, Cowboy, Fee oder Prinzessin, bei der Polonaise waren alle dabei und tanzten unbeschwert fröhlich durch den Saal.
Um den Nachwuchs brauchte es einem überhaupt nicht bange sein. Denn als die Show-Kids "Cheerleaders" mit ihrer eindrucksvollen Tanzdarbietung in die dreieinhalbstündige Veranstaltung starteten, zeigten sie mit geballter Energie ihr Können.

Als Energiebündel der besonderen Art führte Markus Schmidt mit spritzigem Esprit durch den Abend. Er begrüßte Regionaldekan Pfarrer Martin Emge, der sich gern unter das Faschingsvolk gemischt hatte. Waren doch so manche Pfarrangehörige aufgrund seines Namens, EM-GE, überzeugt, er käme von der Militärseelsorge. Welche Gedanken den Patienten beim Arzt im Wartezimmer durch den Kopf gehen, stellten die Ministranten in witziger Weise dar.
Es blieb jedoch nicht nur bei Gedanken, sondern hatte schlagkräftige Folgen für einen der Beteiligten.


Wechselnde Kostüme

Die Showtanzgruppe der Jugend entführte das Publikum auf hohe See. Als Piratenbräute verkleidet brachten sie ihre Vorführung säbelrasselnd zur Musik "Fluch der Karibik" dar. DJ Martin Lauterbach heizte danach mit Tanzmusik die Stimmung an und lockte die Tänzer aufs Parkett.

In einem Jubiläumsmedley ließ die Tanzgruppe der DJK die Jahre 1950 bis heute Revue passieren. In wechselnder Kostümierung und zu den jeweils passenden Hits zogen die Jahrzehnte vorüber. Kein Auge blieb trocken, als ihre Majestät, die Kirschkönigin von Kersbach, mit ihrem Gefolge in den Saal einzog.

Die süßen und sauren Früchtchen mit oder ohne Wurm, die bei der Namensgebung des Ortes maßgeblich beteiligt waren, gaben ein Gastspiel. Mit dem "Gruß zum Jubiläumsjahr von einer Frucht, die schon vor 1000 Jahren war", brillierte die Frauengruppe um Luise Mohl. Ihre Beobachtungen im Dorf schilderten die "Früchtchen" in musikalischer Form. Da ging es um den kostspieligen Neubau des Pfarrheimes, dem der zweite Christbaum in der Kirche zum Opfer fiel.

Auch die von den Baustellenfahrzeugen verdreckten Straßen, die Risse in der Kapelle und der Kirche, zuletzt noch die Wühlmäuse auf dem Friedhof waren Thema des Liedvortrages. Müßig zu betonen, dass die Kirschkönigin mit ihrem Gefolge tosenden Applaus bekam. Bei so viel weiblicher Kreativität wollten sich aber auch die Männer nicht lumpen lassen.


Fetziger Hardrock

Die Motorradrocker Kyrsebach spielten mit ihrem Namen auf das Ortsjubiläum an. Als sie mit ihren Höllenmaschinen anrollten, brodelte der Saal vor Begeisterung.

Die künstlerischen Tanzeinlagen und die akrobatischen Darbietungen raubten den Zuschauern den Atem. Dynamisch, gut aufgestellt und vom Ehrgeiz gepackt, rockten die elf Männer zu einem fetzigen Hardrock-Medley. Auf ihrem "Highway to hell" durften natürlich die Rockerbräute nicht fehlen, die alsbald im Brautkleid einschwebten und die Motorradrocker zum Traualtar führten.