Wenn man durch die Gartentür von Veronika Schneider geht, tritt man direkt in ihren Garten ein. Anders als bei den meisten Häusern hat sie vor und hinter dem Gebäude einen großen Garten. "Der vordere Teil hat der Gemeinde gehört, als wir das Haus gebaut haben", erklärt sie, "erst kurz vor der Eingemeindung konnten wir den Teil dann erwerben und unser Grundstück erweitern." Seit mittlerweile 47 Jahren hat sie den Garten.
Doch so wie er jetzt ist, war er nicht immer. "Wir haben ihn Stück für Stück erweitert."

Im Ganzen schätzt sie, dass ihr Garten eine Fläche von rund 800 Quadratmetern hat. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es neben vielen bunten Blumen auch einen Weiher, einen Springbrunnen und einen Nutzgarten gibt.

Der Weiher wurde von ihrem Sohn am Computer geplant, erzählt Veronika Schneider, angelegt haben sie ihn dann gemeinsam. Die Steine, die der Befestigung dienen, hat die Familie in der "Fränkischen" gesammelt. "Da habe ich sogar die Stoßdämpfer in unserem Auto kaputt gemacht", erzählt sie lachend, "weil ich zu viele Steine eingeladen hatte." Im Nutzgarten von Veronika Schneider gibt es eigentlich alles, was das Feinschmecker-Herz begehrt: Paprika, Tomaten, Gurken, Sellerie, Blaukraut, Wirsing, Salat, Kohlrabi, Brombeeren, Himbeeren, Quitten, Äpfel, Pfirsiche. Die Erträge kocht oder gefriert sie ein, so dass auch im Winter noch Gemüse aus dem heimischen Garten gegessen werden kann.

In diesem Jahr hat sie sogar Ingwer eingepflanzt. Aber nicht, um ihn dann für chinesische Gerichte zu verwenden, sondern, weil ihr die Blüte der Pflanze so gut gefällt. Viele ihrer Pflanzen hat sie von klein auf hochgezogen. Häufig tauscht sie auch über den Gartenverein, in dem sie aktiv ist, Pflanzen mit anderen Gartenliebhabern.
Welches die Lieblingspflanze von Veronika Schneider ist, lässt sich leicht erahnen, wenn man ihren Garten begutachtet: 230 Buchspflanzen wachsen hier. Viele davon sind zu schönen Formen geschnitten. "Ich kann mich daran richtig austoben", sagt Schneider. Besonders stolz ist sie auf das Herz im Buchsbäumchen. Diese Idee hat sie sich in einem anderen Garten abgeschaut.

Wie viel Zeit sie im Garten verbringt, kann Veronika Schneider gar nicht sagen. "Der Garten will einen jeden Tag sehen", sagt sie, betont aber auch, dass das nicht heißt, man müsse jeden Tag etwas arbeiten. Manchmal reicht es auch, einfach da zu sein. Sie setzt sich auf einen Stuhl aus Metall, den ihr Mann selbst gemacht hat. "Ich hab dann immer so Ideen", sagt Veronika Schneider, "und er setzt sie dann um."