Baustellen nerven die Autofahrer traditionell im Sommer. In der Ferienzeit wird nämlich gebaut, was das Zeug hält. Die Forchheimer Bürger sind allerdings auch ohne große Ferien von den Baustellen geplagt. Zum einen liegt das an der Deutschen Bahn. Der Ausbau des Bahnhofs Forchheim, der Abriss des Kersbacher Bahnhofs und natürlich der vierspurige Ausbau der Bahnstrecke behindern immer wieder den Verkehr - auch für Autofahrer.
So wurde die Straße von Kersbach nach Baiersdorf bereits Anfang September voll gesperrt, da die Brücke dort abgerissen wurde. Die Sperrung wegen des Brückenneubaus dauert voraussichtlich bis Ende Mai 2017. "Aktuell liegen uns keine Informationen über Verzögerungen vor", sagt Maximilian Sebald vom Forchheimer Landratsamt. Dieses ist für die Kreisstraßen zuständig. "Die Baustelle wird aber von der Bahn geleitet", erklärt Sebald, "wir genehmigen sie und haben auch die Umleitung eingerichtet."

Die Umleitungsstrecke führt über die Kreisstraße FO 25 am Kersbacher Bahnhof vorbei. Dort stehen seither zwei Ampeln, die den Verkehr regeln. Die Verkehrsregelung im Bereich der Einmündung der FO 25 (Bahnhofstraße) in die Staatsstraße (St) 2243 in Kersbach und im Bereich der Einmündung der FO 25 in die St 2244 (alte B4) erfolgt durch diese Ampelanlage.

Aktuell wurden die Fahrbahn an den entsprechenden Stellen verbreitert und Abbiegespuren aufgezeichnet. "Die Ampeln sind noch bis zum 28. Mai 2017 genehmigt", erklärt Sebald, "ob sie aber vorher wegkönnen oder sich der Ausbau noch verzögert, können wir aktuell noch nicht sagen."


Bamberger Straße

Auch in der Forchheimer Innenstadt gibt es aktuell eine Vollsperrung. Bis Mittwoch, 17. November, ist die Bamberger Straße in der Höhe des Katharinenspitals gesperrt. Dort werden Vorarbeiten für den Abriss und Neubau des Katharinenspitals gemacht.

"In dieser Zeit werden die verbliebenen Versorgungsleitungen gekappt und ein Verbau zur Sicherung der Baugrube erstellt", erklärt die städtische Pressesprecherin Brigitte Fuchs, "für die Erstellung des Verbaus muss ein Bohrgerät auf der Bamberger Straße aufgestellt werden, so dass die Arbeiten nur unter Vollsperrung durchgeführt werden können. "

Aber sie gibt gleich Entwarnung. Obwohl die Bamberger Straße gesperrt ist, kann das Parkhaus Kronengarten weiterhin befahren werden - allerdings nur von Süden aus über die Sattlertorstraße und den Rathausplatz beziehungsweise über die Wiesentstraße.


Zugang zum Weihnachtsmarkt

Von der Sperrung betroffen sind auch die Kunden des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Busse der Linien 206, 261, 263, 265, 266 sowie die Schulbuslinien 222, 223 und 224 werden daher in beiden Fahrtrichtungen über die Klosterstraße - Dreikirchenstraße - Birkenfelderstraße umgeleitet. Die Haltestellen Katharinenspital, Apothekenstraße und Bamberger Straße können nicht bedient werden.

Für die Haltestellen Katharinenspital und Bamberger Straße wird eine Ersatzhaltestelle am Friedhof/Höhe Stadtpark eingerichtet. Für die Haltestelle Klosterstraße gibt es Ersatzhaltestellen in der Dreikirchenstraße.

Der Ende November beginnende Weihnachtsmarkt ist von der Sperrung nicht betroffen, versichert Brigitte Fuchs. Die Vollsperrung muss nach Vorgabe der Stadt Forchheim pünktlich zum 17. November beendet sein. Danach wird die Fahrbahn zwar noch immer eingeengt sein, ist aber wieder zweispurig befahrbar.

Der eigentliche Abriss des Katharienspitals beginnt dann im kommenden Jahr - voraussichtlich ohne Vollsperrung der Bamberger Straße, sagt Fuchs.