Im Streckenabschnitt von Baiersdorf bis Forchheim-Süd bleibt die Autobahn 73 in Fahrtrichtung Bamberg ein Nadelöhr. Bis November wird es dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Dann kann in Stoßzeiten die Standspur als dritte Fahrbahn freigegeben werden.

Im Moment sind die Bauarbeiten auf dem drei Kilometer langen Abschnitt in vollem Gange. Vor allem muss der Fahrbahnaufbau verstärkt werden, erklärt Sachgebietsleiter Michael Probst von der Autobahndirektion Nordbayern. Über die bestehenden Standstreifen könnte kein Schwerlastverkehr geleitet werden. "Denn der Unterbau ist zu schwach", verdeutlicht der Experte.

Kamera-Masten an den Schilderbrücken

Extrem zeitaufwändig ist laut Probst die Verkabelung. Zur Verkehrsüberwachung müssen Steuerungskabel verlegt und Kamera-Masten an den Schilderbrücken aufgestellt werden. Probst ergänzt: "Gleichzeitig sanieren wir die bestehende Fahrbahn." Die stamme aus den 70er Jahren und sei sanierungsbedürftig. Und weil die Bauarbeiter schon einmal da sind, werden auch gleich die Schutzeinrichtungen - sprich: Leitplanken - sowie die Entwässerungsanlagen erneuert. Zudem wird die Autobahn auf insgesamt 11,25 Meter verbreitert. "Damit wir drei vernünftige Fahrspuren bekommen", begründet dies der Sachgebietsleiter. Auch müssen Not-Haltebuchten angelegt und zusätzliche Ein- und Ausfahrtspuren an den Anschlussstellen angelegt werden.

In Fahrtrichtung Bamberg sollen diese Arbeiten bis 7. August abgeschlossen sein. Dann wird die Autobahnauffahrt Forchheim-Süd in Fahrtrichtung Nürnberg gesperrt: Denn auch hier muss die gleiche Technik wie auf der Gegenseite eingebaut und ein zusätzlicher Beschleunigungsstreifen angelegt werden. Kostenpunkt: Insgesamt rund zehn Millionen Euro.

Radweg auf der Autobahnbrücke

Dann gibt es in Fahrtrichtung Nürnberg gleich zwei Baustellen: Wenige hundert Meter vorher wird die zweite Hälfte der 95 Meter langen Trubbachbrücke erneuert. Dabei wird die Traglast der Brücke erhöht und zusätzlich ein Radweg angelegt: Der Fahrradweg entlang des Main-Donau-Kanals wird durch eine 2,50 Meter hohe Schutzwand von der A 73 getrennt. Die Autobahn wird hier auf zwölf Meter verbreitert. Diese Bauarbeiten, die ebenfalls rund zehn Millionen Euro verschlingen werden, sollen voraussichtlich im Herbst abgeschlossen werden.