Mit großen Unverständnis reagierten die Mitglieder des Pretzfelder Gemeinderats auf die Nachricht, dass das Staatliche Bauamt Bamberg die von der Gemeinde favorisierte Brücke zugunsten eines Gehweges aus der Förderung gestrichen hatte. Am Ende stimmten die Räte der abgespeckten Planungsvariante dann aber doch mit 8:5 Stimmen zu.

Am Bau einer Querungshilfe will der Rat allerdings weiter bestehen. Sie soll Fußgängern einen sicheren Übergang über die an dieser Stelle durch die Schlossmauer auf der einen und der Trubach auf der anderen Seite sehr engen Staatsstraße 2760 ermöglichen. Vor allem die Tatsache, dass der Behörde die Sicherheit der Fußgänger an der engen und kurvigen Staatsstraße nicht den Aufwand einer Brückenüberquerung wert ist, stieß den Räten bitter auf.

Entscheidung vertagt

Laut Bürgermeister Rose Stark (SPD/Öko.) hat eine Querungshilfe nur dann eine Chance auf Verwirklichung, wenn die Bamberger Behörde tatsächlich eine entsprechende Gefahrenlage erkennen würde. Bereits zuvor hatte der Rat auf Vorschlag der Bürgermeisterin das Thema "Gewässerentwicklungskonzept" ebenso vertagt wie einen Beschluss zum Einleiten von Mischwasser aus Regenentlastungsanlagen in die Trubach. Für eine Stellungnahme der Gemeinde hatte man sich unlängst in einem Gespräch mit dem Landratsamt und dem Ingenieurgesellschaft Weyrauther darauf verständigt, die Angelegenheit zur Beschlussfassung in die Juni-Sitzung des Rates hinein zu vertagen.