Der Krippenweg ist eine schöne Bereicherung des Forchheimer Weihnachtsmarktes. Die Darstellungen sind in der fränkischen Tradition und in der Vorstellung des Heiligen Landes rund um Bethlehem verwurzelt. Es gibt aber weitere Varianten, die man in den beschaulichen Weg mit einbeziehen kann: Krippen aus Afrika, Mittel- und Südamerika, Asien und von den Philippinen. Man findet sie im Welt-Laden auf der Westseite des Kirchplatzes St. Martin.
Zum dritten Mal seit 2010 stellt das (ehrenamtlich tätige) Team des Weltladens Krippen in landestypischer Gestaltung überwiegend aus dem Fairhandel des Klosterladens Münsterschwarzach aus. Die Sparkasse stellte dafür sogar eine Vitrine in ihrer Testarossa-Bar zur Verfügung, wo eine Darstellung in einer Kalebasse besonders gut zur Geltung kommt. Aus schwerem Speckstein, rot bemalt, ziehen Figuren aus Kenia im Weltladen die Blicke auf sich. Daneben steht eine Krippe aus Keramik, die in Shipibo (Peru) hergestellt wurde. Ein schönes Einzelstück aus Ton ist der schön glasierte Musik-Engel aus Peru. Neu im Angebot sind gefilzte Engel aus Kirgistan, anmutiges Kunsthandwerk, und die Krippe aus buntem Dosenblech zeigt, dass den Afrikanern die Recycling-Ideen nicht ausgehen. Aus Ecuador gibt es Krippen in der Streichholzschachtel.

Keine Fairness beim Aufbau

Aufmerksam verfolgt Josef Schiefer die Bemühungen, Forchheim den Status einer Fair-Stadt zu verleihen. Der Weltladen ist ein gutes Argument dafür, ist er überzeugt. Fairness vermisste das Team allerdings, als der Weihnachtsmarkt aufgebaut wurde und die Bude eines Langos-Verkäufers direkt vor die Fenster in der Sattlertorstraße gestellt wurde.
Geöffnet hat der Weltladen Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr, am Samstag von 10 bis 13 Uhr. Wer im Kreis der 18 Ehrenamtlichen mitarbeiten möchte, ruft im Weltladen an, Telefon 09191/340777, oder wendet sich an Margit Wünsche, Telefon 09191/979580.