Nachdem die Teilnehmer ihre T-Shirts bemalt hatten, galt es, eine Kerwa-Olympiade mit lustigen Disziplinen zu bewältigen. Da mussten Brezeln geschnappt, Lebkuchenherzen gebastelt oder Bierkrüge gestemmt werden. Bunt wurde es auf dem Vorplatz, als die Kinder ihre Luftballons in den Himmel steigen ließen. Den Wettbewerb sponserte eine lokale Bank.

Küchla gehören einfach dazu

Um einen geeigneten Kerwasbaum kümmerte sich wieder Alois Reichel. Den bewährten Chaffeur machte Bernd Reichel mit seinem Schlepper. Die Kinder schmückten den Baum vor dem Aufrichten und tanzten ihn anschließend aus. Die Kerwasburschen hatten die nötigen Tische und Bänke für einen gemütlichen Aufenthalt besorgt. Die Frauen der Gemeinde lieferten leckere Küchla, ohne die keine echte fränkische Kerwa stattfinden kann.

Erfreut blickt Organisatorin Kristina Schmidt in die Runde. "Ich kann gar nicht alle aufzählen, die da helfen und geholfen haben", sagt sie dankbar. Gezahlt werden mussten nur die Getränke und Küchla. Alles andere wurde gesponsert.

Und noch etwas war anders als in den Jahren zuvor: Die seit kurzem in Obertrubach lebenden Asylbewerber durften ihre ersten Küchla genießen und ihre erste fränkische Kerwa mitfeiern. Und so fuhren die kleine Razan aus Bagdad und Aurora aus Albanien auf dem Schlepper mit. Die übrigen neuen Gäste aus fernen Ländern wirkten teilweise noch etwas verunsichert ob der vielen neuen Eindrücke. Aber sie gehörten dazu.