52 Prüflinge legen in diesen Tagen ihre praktische Prüfung zum Landwirt ab. 33 von ihnen sind Absolventen der Berufsschule Coburg, 19 weitere Absolventen des Bildungsprogramms "Landwirt" (BiLa).
Schon seit Jahren werden die praktischen Prüfungen auch auf dem Hof von Heinrich Schwarzmann in Neuses abgenommen. Die praktische Prüfung dauert sechs Stunden. Tobias Schmitt aus Oberehrenbach ist gelernter Bautechniker und hat sich über das Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) sein Wissen angeeignet.

Futter für die Tiere

Daheim betreiben seine Eltern die Landwirtschaft nebenbei. Sein jüngerer Bruder hat im vergangenen Jahr die klassische Ausbildung absolviert. "Wir sind beide sehr an der Landwirtschaft interessiert und wollen den Betrieb einmal weiter führen", erklärt Schmitt.

Jetzt sitzt der 26-Jährige mitten im Kuhstall. Unter den Augen der beiden Prüfer Willi Maier und Ludwig Thiem legt er dort seine Prüfung ab. Gerade geht es um die notwendige Futtermenge für den Tierbesatz. Einen Taschenrechner darf Schmitt dazu zur Hilfe nehmen. Danach geht es an die Pflanzenschutzspritze. Dort muss der 26-Jährige den Prüfern zeigen, wie man ordnungsgemäß die Düsen wechselt.

Große Pläne

Das alles hat Lukas Schmitt aus Baad bei Neunkirchen schon hinter sich. Der gelernte Automechaniker hat das Bildungsprogramm auf der Abendschule absolviert. Seine Eltern führen ihren heimischen Betrieb im Vollerwerb. "Wir haben 40 Milchkühe und bewirtschaften eine Fläche von rund 80 Hektar", berichtet Schmitt.

Der 22-Jährige will den Betrieb einmal übernehmen. Doch zuerst muss er die Abschlussprüfung schaffen. Die Ergebnisse liegen nach der schriftlichen Prüfung ab Ende Juli vor. Die Durchfallquote lag in den vergangenen Jahren bei etwa zehn Prozent, informiert Ausbildungsberater Klaus Reininger.
Während viele andere Absolventen sich noch den bohrenden Fragen der Prüfer stellen müssen, kann Lukas Schmitt schon einmal ein erstes Fazit ziehen: "Die praktische Prüfung ist anspruchsvoll, aber machbar."