"Nun sind wir an dem Punkt, an dem wir wären, wenn gleich die gesamte Änderung für das Gebiet gemacht worden wäre", sagt Hiltpoltsteins Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH). Sie legte mit diesen Worten den Tekturplan einer jungen Frau vor, die eine Pferdekoppel errichten möchte.

Der Bauplan sollte laut dem Landratsamt geändert werden. Aufgrund der eingegangenen Bauvoranfrage eines ortsansässigen Arztes hatten sich diese Änderungswünsche, die nun berücksichtigt werden sollten, ergeben.

Platte und Zirkel

Vor allem betrifft dies den Reitplatz und die Koppel, die weiter entfernt errichtet werden müssten. Sieben Meter vom Grundstück des ortsansässigen Arztes müssen dazwischen liegen. Auch die Mistplatte und der Longierzirkel sollten weiter nördlich einen Platz finden.

Ob damit dann alle Beteiligten zufrieden seien, wollte Georg Deinhardt (FW) wissen. Denn nachdem die Pferdeliebhaberin dem Gemeinderat eine Bauvoranfrage wegen ihrer Koppel mit Stall und der geplanten Reitbeteiligung vorgelegt hatte und diese bewilligt worden war, meldete eine erste Familie Bauwünsche am Nachbarsgrundstück an. Da diese Fläche aber eher für Landwirtschaft ausgewiesen ist, musste der Flächennutzungsplan geändert werden.

Beeinträchtigte Pläne

Noch bevor diese Änderung abgeschlossen war, stellte auch die Tochter des ortsansässigen Mediziners eine Bauvoranfrage, was eine nochmalige Änderung des Plans und damit auch eine weitere Beeinträchtigung des Bauvorhabens der Pferdefreundin zur Folge gehabt hätte. Der Bauantrag der Pferdeliebhaberin war im vergangenen Oktober genehmigt worden. Nun kamen die Vorschläge des Landratsamts.

Kommen Einsprüche?

VG-Geschäftsführer Stefan Kohlmann erklärte den Räten, dass die Änderungswünsche vom Landratsamt keine Vorgabe, eher als "dringende Empfehlung" zu verstehen sei. Im Tekturplan ist der Reitplatz nun 17 Meter von der Grundstücksgrenze weg, sodass die Doppelhäuser außerhalb der vorgeschriebenen 21 Meter liegen würden. Ob damit alle zufrieden sind, zeigen erst die eintreffenden oder ausbleibenden Einsprüchen. Die Marktgemeinderäte stimmten der Tektur einstimmig zu.

"Wie weit das Förderverfahren beim Breitbandausbau in Hiltpoltstein inzwischen fortgeschritten ist, dürfte für viele Bürger des Markts von Interesse sein", betont die Bürgermeisterin. Die Phase der Markterhebung sei nun abgeschlossen. In den nächsten zwei Wochen wird mit dem Auswahlverfahren gestartet, informiert Bauer.