Warum der SB-Warenmarkt Globus eigentlich Globus heißt, fragt sich eine Leserin aus Eggolsheim. Die Antwort ist denkbar einfach: Weil Waren aus aller Welt angeboten werden, und das schon seit 1828, als Franz Bruch in St. Wendel im Saarland den ersten Globus-Großmarkt gründete. Diese und viele weitere Informationen erhielten 20 Leser des Fränkischen Tags bei einer Abo-Plus-Aktion, die eine Betriebsbesichtigung "Gläserner Globus" in Forchheim ermöglichte.

Für zwei Stunden hatten die Leser Gelegenheit, den Globus mal nicht aus Kunden-, sondern aus Mitarbeitersicht zu sehen. Durch das Warenhaus führte Torsten Goldhahn, der Bereichsleiter Personal in der Forchheimer Filiale. Nachdem Goldhahn die Teilnehmer an der Information in Empfang genommen hatte, ging es zunächst in einen Konferenzraum, wo Goldhahn einige Daten und Fakten zu seinem Arbeitgeber vortrug. Von dort aus ging es weiter ins Lager, das sich über zwei Stockwerke erstreckt und analog zu den Verkaufsflächen angeordnet ist.
Im Anschluss begann der wohl interessanteste Teil der Führung: ein Blick hinter die Kulissen der Metzgerei.

Zunächst mussten die 20 FT-Abonnenten aus Hygienegründen Schutzkleidung anlegen, ehe Andreas Salowsky ihnen Einlass zu seinem Arbeitsplatz gewährte. Dort erklärte der Metzgereichef von der Warenannahme, über das Wiegen, Zerkleinern und Räuchern des Fleisches bis hin zum Verkauf an der Theke alle Schritte des täglichen Ablaufs. Als Belohnung für das aufmerksame Zuhören verteilte der Metzgermeister am Ende noch frische Wurst.

Die Besucher waren vor allem von der Menge an frischem Fleisch beeindruckt, das Tag für Tag im Globus verarbeitet wird: "Sonst bin ich bei Fleisch im Supermarkt immer skeptisch und kaufe lieber direkt beim Metzger ein", sagte Ingrid Haas aus Röbersdorf. Da sie jetzt weiß, dass das Fleisch auch hier frisch vom Metzger kommt, werde sie in Zukunft auch hier einkaufen.

Gewürze raten
Nächste Station war die Bäckerei, wo Sebastian Seeber die Gruppe in Empfang nahm. Zunächst demonstrierte er, was alles vor dem Backen einer Breze zu tun ist. Nachdem der Bäcker den fertig geformten Brezenteig mit Lauge eingestrichen hatte, schnitt er mit einem Messer "Sollbruchstellen" in den Teig, damit dieser beim Backen nicht aufplatzt. Das hohe Tempo, mit dem Seeber das Messer führte, kommentierte Anna Müssigbrodt aus Forchheim mit den Worten "das haben Sie aber schon öfter gemacht."

Während die Brezen im Ofen gebacken wurden, erklärte Seeber, wie Sauerteig hergestellt wird, zeigte die einzelnen Stationen beim Brötchenbacken und ließ die Teilnehmer am Brotgewürz riechen. Als sie erraten sollten, welche vier Zutaten im Gewürz enthalten waren, bewiesen die Leser ein feines Näschen und errieten Anis, Fenchel, Kümmel und Koriander ohne lange nachzudenken. Zum Abschluss durfte sich jeder der Abonnenten eine der frisch gebackenen Brezen mitnehmen. Gabriele Martin und Eleonore Wonner staunten, wie viele Teigwaren in der kleinen Bäckerei täglich hergestellt werden.

Der "Gläserne Globus" endete im Konferenzraum, in dem die Führung begonnen hatte. Jeder der Teilnehmer hatte die Möglichkeit, noch Fragen zu stellen und Rückmeldung zu geben, wie es ihm gefallen hatte. Das Fazit fiel rundherum positiv aus.