Die 14 kleinen Brücken über den Breitenbach auf einer Länge von 450 Metern entlang der Staatsstraße nach Eschlipp sind zweifelsohne eine städtebauliche Besonderheit. "Und ein wichtiges Puzzleteil der Städtebausanierung im Ortsteil Breitenbach", ergänzt der Ebermannstadter Bauamtsleiter Steffen Lipfert. Das Problem: Bis heute ist nicht geklärt, wer für den Unterhalt dieser Brücken zuständig ist.


Zwischenergebnisse

Eine Machbarkeitsstudie, die der Bau und Entwicklungsausschuss beim Ingenieurbüro RSP (Rudloff Seiffert und Partner) in Bayreuth in Auftrag gegeben hat, soll Klarheit bringen. Zur Klärung des juristischen Hintergrundes haben die Städteplaner ein Nürnberger Büro hinzugezogen. Vorentwürfe liegen dem Bauamt bereits vor. "Aber die muss ich mir erst mal genauer ansehen", erklärt Amtsleiter Lipfert. Die Klärung der Eigentumsverhältnisse sei im Interesse aller, unterstreicht der Bauamtsleiter, der in dieser Angelegenheit auch mal pragmatische Entscheidungen treffen musste. Zwei der Brücken waren nach dem Ergebnis der statischen Untersuchungen so marode, dass Einsturzgefahr bestand. "Die haben wir sofort gesperrt!"
Bei zwei anderen Brücken mussten die Mitarbeiter des Bauhofes Hand anlegen. Provisorisch haben sie die Bauwerke mit Holzbalken gestützt, so dass die zufahrt zu den Anwesen wenigstens vorübergehend gewährleistet ist. Eine Dauerlösung könne das freilich nicht sein, räumt Lipfert ein.


Den Stadtteil aufwerten

Er unterstreicht: "Wir wollen den Stadtteil Breitenbach im Rahmen der Stadtsanierung aufwerten. Dazu gehöre ein Gesamtkonzept. Und dazu müsse die Stadtverwaltung wissen, wer die Brücken gebaut hat und wer für deren Unterhalt zuständig ist.


Verantwortung weggeschoben

In der Vergangenheit hatten sich das Staatliche Bauamt Bamberg, das Wasserwirtschaftsamt, Fachstellen des Landkreises Forchheim, das Vermessungsamt und die privaten Anlieger gegenseitig die Verantwortung zugeschoben. "Recht viel weiter sind wir leider im Moment noch nicht", bedauert Lipfert, der sich wesentliche Erkenntnisse vom Prüfbericht der beauftragten Büros erwartet.
Sobald die vorliegen und geprüft sind, sollen sie umgehend den Ausschüssen in öffentlicher Sitzung vorgestellt werden. "Erst dann werden wir sehen, wie es mit der Städtebausanierung im Stadtteil Breitenbach weitergehen kann", stellt der Leiter des Bauamtes fest.