Bürgermeister German Hacker (SPD) bemühte sich als Leiter der Bauausschusssitzung am Mittwochabend einerseits, die Gemüter zu beruhigen, andererseits aber die Skepsis aufrecht zu erhalten. Es ging um ein Vorhaben der Frankenflugschule auf Neubau einer Flugzeughalle.

Beruhigen konnte das Stadtoberhaupt dahingehend, dass das keine Vergrößerung des Flugplatzes an sich bedeute und solche Pläne auch nicht bekannt wären. Skeptisch müsse man dennoch bleiben, weil damit immerhin Platz für insgesamt 28 Flugzeuge geschaffen werde. Auch wenn ein Großteil, nämlich drei Viertel, bereits vorhanden seien und nur ein Dach über dem Kopf bekämen, wie Hacker das Vorhaben der Angtragsteller erläuterte.
"Wir müssen das sehr genau betrachten", sagte der Bürgermeister. Er verwies aber auch darauf, dass man als Kommune nur eingeschränkt handlungsfähig sei. Genehmigungsbehörde sei das Luftamt Nordbayern. Hacker bezog sich in seiner Stellungnahme auf einen Masterplan aus dem Jahr 1999. Darin seien gemeinsam Vereinbarungen getroffen worden, an die sich der Antragsteller nun halten solle. Das bedeutet für die Stadtverwaltung schon mal, dass die zunächst gewünschte große Halle (100 mal 25 Meter) so nicht möglich sei. Man müsse das auf zwei getrennte Baukörper mit je 50 Meter Länge aufteilen.

Wie Hacker verlangte, müsse genau dokumentiert werden, woher der Flugzeugbestand komme. Wie sich die Pläne auf die Flugbewegungen und den Lärm auswirken. Öffentliche Belange, also auch der Lärmschutz, dürfen nicht beeinträchtigt werden, fordert die Stadt. Auch werde man verlangen, dass nur sieben neue Maschinen hinzukommen. Diese Zahl sei von den Antragstellern selbst genannt worden.

"Kommt da noch was nach?"

Damit zeigten sich die Mitglieder des Ausschusses einverstanden, auch Rettta Müller-Schimmel von den Grünen, die zunächst noch ablehnen wollte. Hacker: "Die Stadt fordert einen Gesamtnachweis mit Dokumentation."
Die Stadträte im Ausschuss hatten sich in der Diskussion längere Zeit skeptisch gehalten. "Kommt da noch was nach?", wollte Erich Petratschek (SPD) wissen. Und auch sein Fraktionskollege Siegbert Sendner wollte nicht glauben, dass da nicht noch mehr Flugzeuge beabsichtigt seien: "Wenn ich mir eine Garage baue, will ich mir ein Auto kaufen."

Maximilian Maydt (Grüne) wollte wissen, ob denn das Luftamt die Fläche des Flugplatzes vergrößern könne. Dazu wäre laut Bürgermeister Hacker aber ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Er könne sich aber nicht vorstellen, "dass dort auch nur ein Zentimeter mehr kommt."

Mit einer Reihe von Bedingungen verknüpfte der Bauausschuss also das Bauvorhaben der Frankenflugschule. Man bezog sich damit auf den genannten Masterplan. Bindend allerdings sei diese Vereinbarung nicht, räumte Hacker auf eine Nachfrage hin ein. Das habe keine rechtliche Relevanz. Aber das Luftamt werde dennoch ganz genau darauf schauen, welche Feststellungen die Stadt zu dem Vorhaben trifft.