"Die Kerwa is kumma und die Kerwa is do" und "Die Wirtin die is rund, hoffentlich bleibt der Wirt recht lang g´sund", sangen die kleinen Ortsburschen und kleinen Ortsmadla, als sie mit ihrem Baum durch das Dorf zogen. Den Baum zog Bürgermeister Heinrich Süß, der die zwei Kerwas-Bäume, die es in diesem Jahr gab, in seinem Wald geschlagen und den Kerwasburschen spendiert hatte.

Mit tatkräftiger Hilfe von Mamas, Papas und Opas wurde der Baum der kleinen Ortsburschen nach einer Pause in die Senkrechte gebracht. Die Pause war zwar nicht vorgesehen, aber vom Nachwuchs mit Nachdruck gefordert worden. Schließlich ging es schon vor dem Mittagessen in den Wald. "Ich habe Hunger und ich bestell jetzt was zum Essen", beschied Moritz und marschierte in die Küche des Gasthauses Süß. Seine Mama Anja Arnold und Küchenchefin ließ zwei Tabletts mit Bratwurstbrötchen richten und erst nach einer ausgiebigen Pause ging es mit dem Aufstellen los.

Etwas später trafen auch die Bucher Ortsburschen und Ortsmadle mit dem großen Baum ein - und die mussten dann richtig zupacken, um den schweren Baum aufzurichten. Aber mit viel Hau-Ruck und einer Stärkung zwischendurch stand der Baum nach einer knappen Stunde kerzengerade und kündete am Ortseingang vor dem Gasthaus Süß die Kerwa an.