Es fehle im Kreis Bamberg ein dringend erforderlicher Asyl-Sozialarbeiter, der den Ausländern zur Seite stehen sollte, meint Georg Zipfel.

In Ermangelung einer solchen Unterstützung komme es unter anderem zu - vermeidbaren - Problemen mit deftigen finanziellen Folgen. So berichtete Zipfel, dass Asylbewerber schon mal einen Arzt unter der Notrufnummer 112 anfordern. Dafür bekäme der Landkreis dann eine Rechnung über 800 Euro.

Eine vertrauenswürdige Bezugsperson fehle den Menschen, die aus ganz anderen Kulturkreisen stammten. Der Kreis verfüge über die Einrichtung, dann müsse er auch die Verantwortung für einen ordentlichen Betrieb übernehmen, stellt Zipfel fest.

Unterstützung bekam er vom Grünen-Kreisrat Bernd Fricke. Der forderte, dass sich der Bamberger Landrat mit der Bezirksregierung über die Beschäftigung eines Asyl-Sozialarbeiters einigt. Ein Personalangebot liege von der Awo vor. "Die Leute brauchen eine Betreuung, und der Kreis muss dazu auch seinen finanziellen Anteil leisten", betonte Fricke.

Stellvertretender Landrat Johann Pfister (BBL) versicherte den besorgten Bamberger Kreisräten: "Diese Baustelle ist bekannt." Es sei aber noch nicht klar, welche Behörde wofür zuständig sei.