Das begeisterte Herzogenauracher Publikum erlebte mit "Hits nonstop" im Vereinshaus ein fantastisches Konzert, in dem sich die Begeisterung der Besucher auf die Bühne übertrug und umgekehrt. "Einfach super, wirklich super, fantastisch", schwärmten die Besucher am Ende des sehr unterhaltsamen Konzertabends. Der "HerzoChor" unter der Leitung von Gerald Fink hatte eingeladen und als Gäste den Realschulchor, geleitet von Nina Pörner, sowie als Sahnehäubchen "Die Neffen von Tante Eleonor" aus der Partnerstadt Wolfsberg gewonnen. Die Österreicher setzten mit ihrem umjubelten Auftritt die Feierlichkeiten zum Partnerschaftsjubiläum fort.

Der "HerzoChor" mit seinen über 70 Aktiven nahm bei seiner Aufstellung nahezu die gesamte Breite des Saales ein und wurde am Flügel begleitet von der Pianistin, Sängerin und Stimmbildnerin des Chores, Andrea Kaschel, sowie von Hannes Klein am Schlagzeug. Der Chor verwöhnte das Publikum mit Songs wie "Tie a Yellow Ribbon", "Only you" und "Vielen Dank für die Blumen" sowie "Über sieben Brücken musst du geh'n" und bedankte sich mit dem Songtext der Popgruppe Abba "Thank You for the Music".

Schüler haben Spaß beim Auftritt

Der Realschulchor hinterließ ebenso einen starken Eindruck. Der "HerzoChor" hatte mit den Schülern bereits beim Klosterfrühling einen gemeinsamen Auftritt, aber auch beim Sommerkonzert der Realschule begeisterte der Chor.

Gerald Fink war von den Beiträgen des jungen Chores und insbesondere von den Solisten so fasziniert, dass er vor dem gemeinsamen Auftritt sogar die Anmoderation vergaß. "Die jungen Stimmen sind einfach wunderbar, es ist ein Genuss, ihnen zuzuhören", lobte Fink den jungen Chor. Man hatte den Eindruck, dass der Auftritt sowohl für die Sänger als auch für ihre Gäste noch ein paar Stunden hätte andauern können.

Aber hinter der Bühne wartete mit "Die Neffen von Tante Eleonor" wohl eine der innovativsten A-cappella-Bands Österreichs. Die Gaststars aus der Partnerstadt Wolfsberg setzten ein weiteres musikalisches Highlight. "Wir sind Talentbe-freit, das heißt, wir können nix", erklärten sie gleich zu Beginn und bedankten sich bei ihrer Betreuerin Johanna vom Arbeitsamt, der sie einen Song widmeten.

Aber natürlich können sie was. Die vier Sänger Tommy Schmid, Christoph Murke, Marko Zeiler und Andi Hobel gewannen den renommierten Wettbewerb "Kärntner Chor des Jahres" und sind auf den Bühnen ebenso präsent wie im Fernsehen. Neben ihren anspruchsvollen Liedern, überwiegend Eigenkompositionen, begeistert ihr Humor das Publikum. "Die Tante höchstpersönlich hat für unsere Ausbildung gesorgt. Schade nur, dass die alte Dame kaum noch ihr Haus verlässt. Nicht einmal, um bei einem Konzert ihrer Jungs dabei zu sein", erzählen die vier Sänger.

Imaginäres Schlagzeug

Die "Neffen" sind - obwohl sie auch Kärntnerlieder singen - kein klassischer Chor, war zu erfahren. Von einem Chor unterscheidet die Neffen die Begleitung in Form von Vocal Percussion und rhythmischem Bass. Die Gruppe singt auch Rock und Pop von Xavier Naidoo über Prince bis hin zu Michael Jackson, aber natürlich auch zahlreiche Eigenkompositionen mit viel Humor und kleinen Showeinlagen hinter dem Mikrofon. Vom Publikum wurden die großartigen und klangvollen Auftritte mit berechtigt viel Applaus belohnt.