Die Anwohner brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass es stinkt. Hans Leuchs, Sachgebietsleiter Umwelt am Landratsamt, geht davon aus, dass vom geplanten Regenrückhaltebecken in Höchstadt-Süd "in der Regel keine Geruchsbeschwerden zu erwarten sind". In der nordwestlichen Ecke des Luderweihers soll ein solches Rückhaltebecken angelegt werden.

Das Landratsamt hat die Pläne der Stadt Höchstadt genehmigt. Ihr blieb auch nichts anderes übrig, als mit einem Damm ein 766 Kubikmeter großes Becken abzutrennen, das naturnah gehalten und nur bei Bedarf geflutet wird. Laut dem städtischen Bauamtsleiter Jürgen Ganzmann dürfte dies "ganz selten" sein, "vielleicht zwei- bis drei Mal im Jahr".

Strengere Auflagen

Die aktuellen Vorschriften in der Abwasserentsorgung machen den Bau des Rückhaltebeckens notwendig. Bisher wird der Mischwasserkanal, durch den das Ab- und Oberflächenwasser aus weiten Teilen von Höchstadt-Süd fließt, in ein unterirdisches Regenüberlaufbecken neben dem Luderweiher geleitet und von dort in die Kläranlage gepumpt.

Stoßen der Kanal und das Überlaufbecken bei besonders starken Regengüssen an ihre Kapazitätsgrenzen, wird das überschüssige Wasser direkt in einen Graben westlich der Fürther Straße geleitet und fließt dann über den Schwarzenbachgraben in die Aisch.

Weil solche kurzzeitigen Flutwellen dem Ablaufgraben nicht bekommen und dabei immer wieder auch Mikroorganismen weggeschwemmt werden, muss der Ablauf künftig gedrosselt werden. Als Puffer fungiert dabei das neue Regenrückhaltebecken. "Das wird aussehen wie der restliche Teil des Weihers", sagt Bauamtsleiter Ganzmann - nur durch einen Damm getrennt.

Es gibt einige im Stadtgebiet

Solche offenen Überlaufbecken sind im Stadtgebiet Höchstadt übrigens nichts neues. Allein im Gewerbegebiet Aischpark gibt es einige. Das jüngste wurde am Medwork-Ring angelegt. Bedenken wegen Geruchsbelästigung durch ein solches Regenüberlaufbecken hält auch Jürgen Ganzmann für unbegründet.