Jeder Faschingsliebhaber weiß schon lange, dass die Prunksitzung der Adelsdorfer CSU eine der karnevalistischen Höhepunkte in und um Adelsdorf ist. Am Samstagabend startete die 21. Prunksitzung in der Aischgrundhalle.

Neugierig waren die vielen Besucher auf das neue Moderatorenteam. Zuerst war man erstaunt, als zur Begrüßung Hans Mönius und Uta Möller die Bühne betraten. Aber sie wollten nur ihre jungen Nachfolger Mona Lisa Eigenfeld und Nico Kauper vorstellen. Mit großem Applaus wurde das junge Team begrüßt, das souverän und erfrischend durch das bunte Programm führte.

Der Gemeine Elferrat und alle Aktiven, sei es hinter oder vor der Bühne, sowie Matthias Goß, der Vorsitzende der Adelsdorfer CSU, konnten wieder sehr zufrieden sein mit dem Erfolg des Abends.

Starkregen und Rattenfänger

Einer der Höhepunkte waren wie schon seit 2016 die Tagesthemen der JU. Die neuen Sprecher Theresa Wozelka und Johannes Ort ließen gekonnt die wichtigsten Adelsdorfer Ereignisse in einem Jahresrückblick der besonderen Art Revue passieren.

Die beiden Starkregenereignisse standen an erster Stelle. Den leerstehenden Weiher habe Sachs als Überlaufbecken angeboten, Seeside sollte besser in Ackerside umbenannt werden. Man erfuhr, wie man einen Platz im Bus ergattern kann. Adelsdorf habe im Bürgermeister einen Dozenten und einen neuen Dorfpolizisten, der furchtlos Verbrecher stellt. Als Rattenfänger und als Eintreiber beim heiteren Fraktions-Wechselspiel habe er sich ebenfalls bestens bewährt.

Probeliegen in Sofasärgen

Ein Priestercasting für einen neuen Sommervertreter fand in der Pfarrei statt und weißer Rauch aus der Hackschnitzelanlage zeigte, dass er bereits gefunden sei. Das Brennerhaus neben dem Rathaus sei zur Ortskernbelebung als neuer Treffpunkt - ein Begegnungscafe am Friedhof "Babbler La Pub" - mit Probeliegen in Sofasärgen angedacht. Es gab noch viel mehr zu berichten wie z.B. die geheime Planung eines neuen Aischgrund-Feuerwehrzentrums.

Die beiden Adelsdorfer Tanzmariechen Anna Feiler und Bianca Dürrbeck, ehemalige Deutsche Meisterin, wurden mit stehendem, tosendem Applaus belohnt. Die Weisendorfer Blumazupfer mit ihrem Tanzmariechen Christina Mulzer bekamen nicht nur vom stolzen Landrat großen verdienten Beifall.

Mit dem Einzug des Elferrates der Seku-Narren mit Gardetanz und Paartanz hatte der Abend begonnen. Die Tänzer des Center-Stage entführten zuerst in den Zirkus und später zeigte die Hiphop-Gruppe gekonnt, was sie drauf hat.

Geheimnisse aus dem Eheleben

Die Brüder Wolfgang als fränkischer Fregger und Manfred Voit als Heiner aus Franken stiegen in die Bütt und plauderten Geheimnisse aus ihrem Eheleben aus. Die Aascher Faschingskracher nahmen die Gäste gekonnt mit in die Steinzeit und Katha und Dirk, das ungleiche Ehepaar, zeigten in einem Sketch: "Ehepaar extrem", dass Hass mehr zusammenschweißt als man denkt.

Die Lachmuskeln der vielen Gäste, darunter Landrat Alexander Tritthart und seine Stellvertreterin Gabi Klaußner, sowie Pfarrer Thomas Ringer, Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) sowie die beiden Altbürgermeister Ewald Münch und Armin Goß wurden strapaziert. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Aascher Knutschbären und ihre Schunkelrunden waren eine willkommene Abwechslung.

Männer oben ohne

Die No Limits brachten mit einem Showtanz "Prison brake", die Black Diamonds mit einem modernen, sportlichen Gardetanz und die Crazy Ladies vom SpVgg Zeckern mit dem Tanz "Camouflage" Stimmung und Glanz in den Saal. Das Männerballett des SpVgg Zeckern führte mit "Evolution of Dance" durch die letzten 50 Jahre Musik und Tanz. So waren auch die Mädels im Saal noch auf ihre Kosten gekommen bevor zum Schluss alle Mitwirkenden zum Finale auf die Bühne gingen.

Viel Applaus ernteten nicht nur die tüchtigen Moderatoren, das Fernsehteam und alle Mitwirkenden, sondern auch die Mitarbeiter im Hintergrund, die zum Gelingen der Tagesthemen und des Abends beigetragen hatten.

Die jungen Moderatoren hatten ihre Sache gut gemacht und eine Wette konnten sie auch noch gewinnen, denn sie schafften es, dass die Prunksitzung noch vor Mitternacht endete. Wer wollte, konnte noch das Tanzbein schwingen. "Es war ein kurzweiliger, unterhaltsamer Abend, nur etwas laut", bemerkte ein Gast im Hinausgehen. Alle freuen sich schon jetzt auf die nächste Prunksitzung am 28. Januar 2020.