In Nürnberg und Bamberg gibt es schon einen, im Sommer soll auch Erlangen seinen ersten sogenannten Unverpackt-Laden bekommen. Dort gibt es alle Produkte nicht wie im Supermarkt eingeschweißt in Plastik, sondern zum Abzapfen in mitgebrachte Behälter.

Die Macher Thomas Linhardt und Arthur Koenig sind Betreiber des seit 2017 bestehenden Unverpackt-Ladens in Nürnberg. Für ihre Erlanger Filiale von "Zero Hero", nahe des Martin-Luther-Platzes geplant, sind sie nun in die Finanzierungsphase eingetreten. Denn das Geschäft soll über das sogenannte Crowdfunding-System finanziert werden.

Bei dieser Methode - auch Schwarmfinanzierung genannt - bekommt der Geschäftsmann sein Kapital nicht von einer Bank, sondern von vielen privaten Einzelspendern, die vom Erfolg seines Projekts überzeugt sind. Abgewickelt wird dies auf der Webseite www.startnext.com/zeroheroerlangen. Dort rufen auch zahlreiche, auch nichtkommerzielle, soziale und ehrenamtliche Projekte zum Spenden auf.

Als Spender bekommt man als Gegenleistung etwa einen Einkaufsgutschein im Wert von 25 Euro, wenn der Laden realisiert ist.

Die Unverpackt-Macher werben auf dem Onlineportal mit ihrer Projektbeschreibung und ihren Finanzierungszielen. Zielbedarf sind 28.000 Euro. Auf der Webseite ist ein grüner Balken zu sehen, der den bisherigen Geldeingang darstellt.

Demnach haben bisher 183 "Unterstützer" zusammen 13.297 Euro gegeben. Der Finanzierungszeitraum läuft noch bis 18. Mai. Ein zweites Finanzierungsziel sind 40.000 Euro. Als Realisierungszeitraum ist Sommer 2019 angegeben. "Die Erstausstattung ist ein hoher Kostenfaktor. Wir benötigen zum Beispiel ein umfangreiches Kassensystem, Waagen, Regale, Theke, Kühlgeräte, Lagereinrichtung und natürlich jede Menge großer Lebensmittelbehälter, die sogenannten Bulk Bins", schreiben Linhardt und Koenig. Weitere Anschaffungen sollen eine Getreidemühle, eine Kaffeemühle, eine Flüssigseifenzapfanlage und eine Maschine zur Herstellung von Nussmus sein.

Die Produkte im Unverpackt-Laden sollen Bio sein und preislich über dem "normalen" Supermarkt, aber etwas unter dem Preis von Biosupermärkten liegen.