Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt. Nach Angaben der Polizei fuhr der 25-Jährige mit seinem Lieferwagen am Mittwochabend gegen 20 Uhr auf der A 73 in Richtung Süden. Am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen wollte er auf die A 3 in Richtung Würzburg wechseln. Er war für die regnerischen Straßenverhältnisse jedoch viel zu schnell unterwegs und deshalb verloren erst seine Reifen den Fahrbahnkontakt und dann er die Kontrolle über seinen 3,5-Tonner. Er schleuderte in den Straßengraben und überschlug sich.

Unverletzt krabbelte der Mann aus dem zerstörten Transporter und fuhr per Anhalter zur nächsten Rastanlage von der aus er seinen Arbeitgeber informierte. Allerdings beschönigte er seine Unfallversion und versuchte seinen Chef zu überreden, keine Polizei zu rufen. Die Erlanger Verkehrpolizei war jedoch inzwischen selber auf den Unfall aufmerksam geworden und hatte eine Suchaktion eingeleitet, da sich am beschädigten Lieferwagen kein Fahrer befand. Eine Nachfrage bei der Spedition klärte schließlich, dass der gesuchte Fahrer in der Rastanlage warten würde. Bei der Überprüfung des Fahrers zeigte sich schnell, warum der auf eine polizeiliche Unfallaufnahme gerne verzichtet hätte - er stand unter dem Einfluss von Opium. Während der Abschleppdienst den defekten Transporter abholte, wurde beim Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt. Die Schadenshöhe des angeblich schadlosen Unfalls beläuft sich auf 35.000 Euro.

Sechs weitere Unfälle

Jedoch auch sechs nüchterne Fahrer schafften es am Mittwoch nicht, angesichts regennasser Straßen ihre Geschwindigkeiten entsprechend anzupassen. Zwischen 12 und 18 Uhr rutschten noch sechs weitere Fahrzeugführer aufgrund zu hoher Geschwindigkeiten in den Graben oder gegen andere Verkehrsteilnehmer . Zwei verletzte Personen und über 50.000 Euro Sachschaden waren die Bilanz des Tiefs "Schorsch".
pol