Ab sofort ist das Philosophische Seminargebäude der Erlanger Universität in der Kochstraße geschlossen. Die Verantwortlichen wollen auf Nummer sicher gehen. Nachdem im Keller des Gebäudes durch herabfallende Deckenteile einige Arbeitsplätze zerstört wurden, müsse auch in weiteren Räumen mit Gefahren für Leib und Leben gerechnet werden. So eine aktuelle Mitteilung der Uni. Wie Unipressesprecherin Blandina Mangelkramer auf Nachfrage erklärte, habe das Staatliche Bauamt eine flächendeckende Untersuchung der Putzdecken eingeleitet. Ergebnisse sollen bis 2. August vorliegen. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchung würden Maßnahmen eingeleitet, um das Gebäude bis zum Wintersemester wieder nutzbar zu machen.

Probleme mit dem Bauunterhalt hat man auch in Würzburg. Der dortige Pressesprecher Georg Kaiser: "Die zur Verfügung stehenden Mittel für den Bauunterhalt reichen bei weitem nicht aus." Was den Raumbedarf angeht, hat man ausgesorgt. Der Freistaat hat 40 Hektar Konversionsfläche inklusive Gebäude für die Uni angekauft.
So gut haben es die Bayreuther nicht. An der dortigen Uni herrscht dringender Raumbedarf. Was die Bausubstanz der Unigebäude angeht, habe man Glück eine neuere Gründung zu sein, so eine Unisprecherin.

Bambergs Unikanzlerin Dagmar Steuer-Fließer sieht den derzeitigen Raumbedarf, unter anderem dank des neuen Erba-Geländes, gedeckt. Bei neuen Raumanforderungen wolle man allerdings nicht auf Konversionsflächen setzen wie in Würzburg. "Wir haben mit dem Unicampus in der Innenstadt ein anderes Modell, so Steuer-Fließer. Die Sanierung älterer Gebäude wird auch in Bamberg in größerem Umfang nötig. Das werde die Uni in Zukunft immer mehr beschäftigen.