Der trockene und heiße Sommer im letzten Jahr machte der Gemeinde Heßdorf einen Strich durch die Rechnung. Denn eigentlich sollte die Freizeitfläche mit Spielplatz zwischen Heßdorf und Untermembach schon eröffnet sein.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gab Planerin und Landschaftsarchitektin Kathrin Nißlein einen Sachstandsbericht. "Ein aktuelles Problem ist die zeitliche Abwicklung der Baumaßnahme. Sowohl der Zaunbauer als auch die Geländefirma sind im zeitlichen Verzug; die diesbezügliche Abwicklung soll in den nächsten zwei Wochen erfolgen." Das hatte die Planerin ihrem Bericht vorausgeschickt.

Dabei lief es im letzten Jahr ganz gut, aber dann kam der trockene Sommer, und die Firmen mussten kurz vor der Fertigstellung abziehen. Säen und Pflanzen war zwecklos.

Problem mit dem Grundwasser

Dazu kam in einer Ecke, nahe dem Biotop, noch ein Problem mit dem Grundwasser und der Bauhof musste eine Drainage installieren. Diese funktioniere einwandfrei, erklärte die Planerin, und es müsse jetzt noch das vorhandene Aushubmaterial eingebaut und modelliert werden.

Nißlein wies darauf hin, dass es sich um einen Naturspielplatz handeln würde und bei feuchtem Wetter, müsse die eine oder andere Pfütze eben in Kauf genommen werden.

Deshalb erklärte die Planerin zur Höhenlage des Geländes, dass eine Geländeauffüllung um etwa 50 Zentimeter einen erheblichen Aufwand mit einer Kostensumme von etwa 50 000 bis 60 000 Euro bedeuten würde. Außerdem hätte sich bei einer Auffüllung ein wesentlich höherer Ausgleichsbedarf ergeben.

Bedenken von Oliver Schüßler (CSU), dass dadurch das Wasser aus dem Biotopbereich abgeleitet werde, konnte die Planerin nicht teilen. Denn das Biotop liege etwa 30 Zentimeter tiefer und werde durch die Drainage nicht tangiert. Nißlein wolle aber die Entwicklung im Auge behalten.

Korrektur

Wie bereits berichtet, wurde das Volleyballfeld mit falschen Außenmaßen errichtet. Das nimmt die Planerin auf ihre Kappe und würde es richten lassen.

Landschaftsarchitektin Nißlein schätzt die Kosten der Maßnahme auf rund 245 000 Euro, damit bleibe man im Kostenrahmen.