Im Rahmen des ersten "hin&herzo"-Kulturfestivals wurde Tina Essl am Samstag der Projektpreis verliehen. Wie Bürgermeister German Hacker bei der Preisverleihung erklärte, wolle die Stadt Herzogenaurach mit dem Projektpreis, der mit 1000 Euro datiert ist, vor allem kulturelle und künstlerische Projekte fördern und unterstützen.

Für das diesjährige "hin&herzo"-Kulturfestival, das ganz unter dem Motto "Revolution" stand, gingen bei der Jury insgesamt 13 Bewerbungen für den Projektpreis ein, durchsetzen konnte sich am Ende jedoch nur Tina Essl. Mit ihrer Tanzperformance "Eine Sekunde Augenblick - Revolution gegen die Revolution" konnte die Tänzerin sowohl die Jury als auch den Kulturausschuss überzeugen, die beide einstimmig über die Verleihung des Preises entschieden.

Besonders würdigte die Jury die Tatsache, dass in der Performance Revolution, Bewegung und Tanz als drei zusammenhängende und aufeinander aufbauende Begriffe zum Ausdruck kommen.

Die Performance von Tina Essl war in drei getrennte Szenen unterteilt und wurde von Klaviermusik begleitet. Essl verkörperte eine abstrakte Figur und tanzte zunächst in einem Tanzsack, legte diesen nach der ersten Szene jedoch beiseite. Am Ende der Aufführung forderte sie schließlich die Zuschauer zum Tanzen und Mitmachen auf. Wie die Tänzerin erklärte, bedeute Revolution für sie hauptsächlich Bewegung, weshalb ihr die Einbindung des Publikums besonders wichtig gewesen sei.

Erster Pokal mit fünf Jahren

Tina Essl, die in Hessen geboren wurde und in Fürth aufwuchs, gewann bereits mit fünf Jahren ihren ersten Pokal bei einem Tanzwettbewerb in Kuwait. Später besuchte sie eine Bühnentanzschule in Berlin und studierte in Nürnberg Tanzpädagogik. Neben ihrem Beruf absolvierte sie später zusätzlich noch ein Heilpädagogik-Studium.

Seit über 15 Jahren ist sie inzwischen als Tänzerin, Erzieherin und Tanzpädagogin tätig und trat unter anderem bereits bei den Bregenzer Festspielen sowie am Theater Regensburg auf. Wie sie im Gespräch mit German Hacker verriet, zögerte sie mit der Bewerbung für den Projektpreis zunächst, wurde dann jedoch von einem Straßenkünstler in Dublin zu ihrer Tanzperformance inspiriert.

Zweites Festival geplant

Für das nächste Jahr ist bereits das zweite "hin&herzo"-Kulturfestival geplant, welches dann ganz unter dem Motto "Fantasie" stehen wird. Einzelpersonen oder Gruppen haben dann ebenfalls wieder die Möglichkeit, ihre kulturellen und künstlerischen Projekte zu dem Thema einzureichen.