Sie sind Mittelfränkischer Meister, Süddeutscher Meister oder gar Deutscher Meister, die verschiedenen Tanzpaare und Tanzgruppen des KCR Die Besenbinder. Jetzt mit dem Umzug in die Schulhalle haben sie endlich auf der Bühne den gebührenden Platz. Und vor 600 Besuchern aufzutreten, das ist schon was, ob man gerade zehn Jahre alt ist wie das Tanzpärchen Lea Höhn und Pascal Bayreuther oder über 15 wie die 40 Tänzerinnen der Besenbindergarde. Der präzise Aufmarsch der "größten Garde Bayerns" (Ott) kam so erst richtig zur Geltung.
Am Verlauf der Prunksitzung hat der Umzug wenig geändert. Sitzungspräsident Torsten Ott moderierte mit der gewohnten Routine; als Sprecher der Röttenbacher Tagesschau ließ er das vergangene Jahr Revue passieren, nicht nur Heiteres fand Platz in seiner Rückschau: der Weggang von Pfarrer Joan hatte genauso seinen Platz wie die Vorstellung von Josef Holzmann als singender Hausmeister.


Dünn wie eine Forelle

Kinder haben Fragen, auch in Röttenbach. Justin Franz und Patricia Meister konnte ihre gesungen Fragen Leo Büttner stellen. Wie die zum Bürgermeister: Warum? "Er ist dünn wie'ne Forelle, aber heißen tut er Wa(h)l." Gut kam die Spende der Theatergruppe Röttenbach an. Mit dem Erlös aus ihren Auftritten unterstützt sie Vereine, die aktive Jugendarbeit betreiben. 500 Euro übergab Vorsitzender Andreas Wagner dem KCR. Damit werden die Buskosten für die selber zahlenden Kinder gemindert, wenn die jungen Tänzer zu den Meisterschaften fahren.


Guggenmusik

Wie gewohnt, die Helfer von Technik und Requisiten waren immer punktgenau zur Stelle und bei den Gästen auf der Bühne hat man sogar bewusst auf die Künstler des Vorjahres gesetzt. Der Musik-Comedian Manuel Wolf aus Köln hat wie im vergangenen Jahr mit seinem "Eurovision Song Contest" in "Rotting River" überzeugt. Aus zugeworfenen Begriffen und einer Angabe eines Musikstils binnen Sekunden eine kompletten musikalischen Vortrag zu machen, das sucht seinesgleichen.

Guggenmusik kam bei den Röttenbachern schon immer an. Deshalb durften auch diesmal die Molgebach Gugga aus Stodlen den Abschluss der fünfstündigen Sitzung übernehmen. Mit wortwörtlich durchschlagendem Erfolg.
Die Runde davor gehörte zuerst dem Schautanz der Ü15. Mit "Rate mal" griffen sie tief in die Fernsehgeschichte zurück, mit einen Showmaster im Mooshammer-Stil und zwei Busenwundern als Assistentinnen. Einen vierten Platz bei der deutschen Meisterschaft hat ihnen der fulminante Auftritt eingebracht.