Heiztechnik, Kachelöfen, Sonnenschutz, Fenster und Türen, Maler und Schreiner: Mehr als 30 lokale und regionale Betriebe werden auch heuer wieder bei der Stadtmesse "Bauen - Wohnen - Renovieren" in Herzogenaurach ausstellen. Am Samstag, 12. April, von 9 bis 14 Uhr, gibt es Fachvorträge, Stände und Aktionen rund um das Haus, egal ob Innenausbau, Dachstuhl oder Garten.

Für Bürgermeister Hacker (SPD) als promovierter Physiker ist vor allem die Energietechnik interessant. Besonders eine neue Technologie findet er spannend: elektrische Energiespeicher. Bei Elektroautos komme die Akku-Technik langsam ins Rollen.

Akku-Technik auf dem Vormarsch

Jetzt soll Strom, der mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage gewonnen wird, auch in Häusern gespeichert werden können. "Ich rechne damit, dass in zehn Jahren ein Drittel aller Haushalte die Speichertechnik hat", sagt Hacker. Im Programm der Stadtmesse hebt er deshalb den Fachvortrag "Photovoltaik-Energiespeicher für Haushalt und Gewerbe" besonders hervor. Die Firma Ikratos mit Sitz in Weißenohe bei Gräfenberg wird präsentieren, was heute schon mit Akkus in Gebäuden möglich ist. Aber auch den Vortrag von Wolfgang Krcmar von der Technischen Hochschule Nürnberg kann Hacker empfehlen. Hier wird es um moderne Baustoffe für Sanierung und Neubau gehen, die Wärme speichern, ohne zu überhitzen.

Fachvorträge sind kostenlos

Dass die Ausführungen der Fachleute für die Besucher alle kostenlos sind, betont Judith Jochmann vom Stadtmarketing Herzogenaurach. Das sei für Messen nicht zwangsläufig üblich. Alle Häuslebauer, Renovierer und Handwerker könnten vom Informationsangebot profitieren.

Wichtig bei den Planungen zur diesjährigen Stadtmesse sei gewesen, dass sie ihren lokalen Charakter behält, sagt Hacker. Die Nachfrage nach Messeständen von Unternehmen aus dem Umland sei riesig gewesen. "Die Stadtmesse soll auf lokale und regionale Gewerbe begrenzt sein", sagt Judith Jochmann.

Die Veranstaltung soll ihren Charme nicht verlieren. Deshalb habe man sich beim Stadtmarketing auch nicht für eine Vergrößerung der Messe entschieden. Zentraler Punkt sei die Belebung der Innenstadt, neben dem Wochenmarkt, der wie gewohnt stattfinden wird. Deshalb konzentriere sich auch in diesem Jahr wieder alles auf die Hauptstraße.

Damit sich die Kleinsten nicht langweilen, während sich ihre Eltern über Dachgauben und Bodenbeläge informieren, gibt es auch ein Kinderprogramm. Da es heuer keinen Ostermarkt gibt, hat sich das Stadtmarketing eine große Osternest-Suche ausgedacht.

Selbstgebastelte Nester abgeben

Die Kinder sind aufgerufen, bis Donnerstag, 10 April, ihre selbstgebastelten Osternester zur Tourist Information oder ins Freizeitheim zu bringen. "Fleißige Osterhasenhelfer" füllen sie dann und verstecken sie zur Messe an den Ständen der Aussteller. "Zur Stadtmesse werde ich als Oberosterhase durch die ganze Stadt hüpfen", sagt Beatrix Wirth vom Freizeitheim. Am Messe-Samstag können die Kinder von 10 bis 14 Uhr auf Nestersuche gehen.

Ein paar Exemplare stehen als Anschauungsobjekt schon beim Bürgermeister auf dem Tisch. Aus Jux sind dort, wo zur Messe Schokoladeneier im grünen Ostergras liegen werden, noch Steckdosen zu finden. "Wir helfen beim Energiesparen. Ihre Stadt Herzogenaurach" ist darauf zu lesen. Die Steckdosen mit Abschaltfunktion sind kleine Geschenke, für alle, die an der Energieberatung teilnehmen. Die Stadt fördert Stromsparprogramme und energetische Sanierungen. Auch bei der Stadtmesse wird es um Wärmedämmung und den Bau von Effizienzhäusern gehen. Mehr Informationen zur Stadtmesse gibt es auf herzogenaurach.de. Dort befindet sich auch eine Auflistung mit allen Ausstellern und Experten, die einen Vortrag halten werden.