Die Bayernliga-Basketballerinnen der TSH fuhren einen wichtigen Auswärtssieg ein, durch den sie im Aufstiegskampf weiter ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Nachdem die Shorthorns das Hinspiel gegen die Damen des TTL Bamberg verloren hatten, reisten sie mit ordentlich Respekt in die Domstadt, doch mit einem konzentrierten und seriösen Auftritt konnten sie sich klar mit 71:36 durchsetzen. Damit rangieren sie nun weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz, weisen eine Bilanz von 9:3 Siegen auf und befinden sich damit weiterhin im Dreikampf mit den Regensburg Baskets und Don Bosco Bamberg.


TTL Bamberg - TS Herzogenaurach 36:71

Die wichtigste Nachricht für die Shorthorns war, dass die beste Spielerin der Liga, Jasmin Burg is, aufgrund einer Grippe nicht mitwirken konnte. Nachdem sie im Hinspiel die TSH im Alleingang aus der Halle geschossen hatte, mussten sich die jungen Bambergerinnen diesmal ohne ihre Leaderin organisieren, was überhaupt nicht klappte. Die Herzogenauracherinnen gaben sofort Vollgas und dominierten sowohl offensiv als auch defensiv. Anne Pfister, Anke Tribula und Eva Haberzettl regierten unter den Brettern, sammelten Rebound um Rebound ein und punkteten in der Offensive nach Belieben. Die Gastgeberinnen fanden zu keinem Zeitpunkt ein Mittel, die Verteidigung der Aurachstädterinnen zu überwinden, die zur Viertelpause schon mit 20:5 führten.


Punkt um Punkt im Fast-Break

Im zweiten Durchgang zeigten sich die Bambergerinnen deutlich verbessert und nahmen den Kampf an. Dennoch blieben Herzogenaurach am Drücker und fanden nun in Jana-Sophie Distler und Barbara Hartz die Waffen in der Offensive. Die Aufbauspielerinnen rannten einen Fast-Break nach dem anderen und spielten ihre Gegenspielerinnen schwindelig. So lief die Zeit herunter, die TSH blieb stets mit zehn bis zwanzig Punkten in Führung (36:16).
Im dritten Viertel nahmen die Shorthorns den Fuß deutlich vom Gas und verwalteten den Vorsprung. Sie probierten viele kleine Neuerungen und taktische Spielereien aus, die teils klappten, teils aber noch deutliches Verbesserungspotenzial offenbarten. Bemerkenswert dabei war das feine Zusammenspiel zwischen Laura Angerstein und Regine Brox, welche im Pick and Roll immer wieder freie Würfe generierten. Vor dem Schlussabschnitt war das Spiel schon entschieden, die TSH lag mit 50:28 nahezu uneinholbar in Front.
Die letzten zehn Minuten verkamen zu einem Verwaltungsakt, der keinem der Beteiligten noch wirklich Freude bereitete. Die Bambergerinnen konnten nicht weiter verkürzen und die Shorthorns waren mit dem Erreichten zufrieden. Trotzdem spielten sie ihre Stärken aus und fanden in Paula Zrenner eine Spielerin, die noch einmal richtig heiß lief und allein im vierten Viertel zehn Punkte für die Ihrigen erzielte. Schlussendlich siegten die Shorthorns auch in dieser Höhe verdient mit 71:36 und können zuversichtlich in die kommenden Aufgaben gehen.


Fokus liegt auf Spitzenspielen

"Wir haben heute ein sehr konzentriertes und überlegenes Spiel abgeliefert. Wenn eine Spielerin wie Burgis ausfällt, besteht die Gefahr, dass man ein Spiel auf die leichte Schulter nimmt und sich dann der eigentliche Vorteil in einen Nachteil verwandelt. Aber dies war diesmal nicht im Ansatz der Fall und wir können zufrieden sein", sagte Shorthorns-Trainer Florian Ottich hinterher. Jetzt richte die TSH den Blick auf die anstehenden Spitzenspiele und werde im Training noch einmal zulegen müssen. "Es wird eine heiße Endphase der Saison werden."

TSH: Angerstein (7), Brox (10), Distler (8), Haberzettl (10), Hartz (12), Pfister (4), Tribula (8), Zrenner (12)