Die Handballerinnen der TS Herzogenaurach haben geliefert: Nach zähem Ringen zwangen sie das Tabellenschlusslicht der 3. Liga Süd in die Knie und nahmen im Kampf um den Klassenerhalt drei wichtige Punkte aus Waiblingen mit.


FSG Waiblingen-Korb II - TS Herzogenaurach 20:24

Der Start in die Partie verlief durchwachsen. Während die Schwaben zügig mit vier Toren in Führung gingen, fand Herzogenaurach nicht ins Spiel. Kein Wunder, dass Trainer Klaus Watzinger mit der Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit unzufrieden war: "Hinten hat die Abwehr nicht funktioniert, und vorne wurde zu schnell und zu fehlerhaft abgeschlossen." So liefen die Herzogenauracherinnen einem Rückstand hinterher und hielten sich nur durch Einzelaktionen im Spiel.


Zur Pause hin wird es besser

Erst die Hereinnahme von Steffi Mittasch in den Innenblock brachte ersten Aufwind. Sie stabilisierte die Defensive und stellte zudem mit zwei Treffern zum 7:5 und 7:6 den Anschluss her. Dennoch gelang es der Turnerschaft nicht, selbst in Führung zu gehen und das Spiel in die Hand zu nehmen. Die Waiblingerinnen, die bereits als Absteiger feststehen, spielten gut und hatten mit Michaela Reemtsema einen starken Rückhalt im Tor. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit musste die FSG dem Tempospiel Tribut zollen, die TSH kam nun zu schnellen Treffern. Und weil auch Martina Ebersberger zwischen den Pfosten mit einem gehaltenen Siebenmeter auf Betriebstemperatur kam, verkürzten die Gäste bis zur Pause auf 13:12.

Laura Wedrich eröffnete die zweite Halbzeit mit dem Ausgleich. Von nun an setzte sich der Gastgeber nur noch kurzzeitig ab, Herzogenaurach glich immer wieder aus und ging unter dem Jubel der mitgereisten Fans in der 44. Minute erstmals in Führung. Für die Halbrechte Saskia Probst war dies der ausschlaggebende Punkt: "Die Fans haben richtig gut angefeuert. Mit der Stimmung und dem Spiel gegen Regensburg im Kopf, sind wir nochmal nach vorne gepusht worden." Probst selbst zeigte eine starke Partie und trug sieben Treffer zum Sieg bei.


Jetzt muss eine Überraschung her

Obwohl viele Fehler das Spiel prägten, zeigte sich Watzinger zuversichtlich für die kommenden Wochen: "Es ist noch alles möglich, und wir wissen, dass wir auch einen Rückstand drehen und ohne Schwächephase durch die zweite Halbzeit kommen können." Der Sieg sei extrem wichtig gewesen, zumal die direkten Konkurrenten Überraschungserfolge verbuchten. Die TSH muss sich weiter mit Rang 10 begnügen, doch es zeigt sich, dass auch gegen Teams aus dem vorderen Tabellendrittel gewonnen werden kann. Dies wird Herzogenaurach am kommenden Samstag beim Tabellenvierten HSG Freiburg versuchen.
TSH: Ebersberger, Gerling - Wedrich (5/2), Mittasch (2), Probst (7), Schneidereit (3), Lang (2), Merz, Theobald, Küffner (2), Neumann (3)