Die neue Saison kann kommen. Die Verantwortlichen bei den Herzogenauracher Longhorns sind sicher, dass das Team auch heuer wieder eine gute Rolle in der Basketball-Regionalliga spielen kann. "Wir haben heuer recht früh mit der Vorbereitung angefangen und so viele Testspiele wie noch nie absolviert", sagt Trainer Angelos Plantzas, der weiterhin zusammen mit Peter Simon die sportlichen Geschicke bei den TSH-Herren leitet.

Nachdem das Team in der vergangenen Saison das beste Abschneiden seiner bisherigen Regionalliga-Zugehörigkeit feierte, soll es sich heuer weiter etablieren. Wo man steht, werde sich erst im Lauf der Runde zeigen, denn die Liga sei stärker geworden. "Die Bundesliga-Reserven aus Bayreuth, Würzburg oder München müssen mittelfristig den Sprung in die ProB oder ProA schaffen und haben deshalb viel investiert", weiß Plantzas. Und weil noch ein paar andere Teams Ansprüche auf den Aufstieg anmelden, wird es für die Longhorns schwer, ganz oben mitzumischen, zumal sie weiter keinen Profi in ihren Reihen haben - eine Seltenheit in der Regionalliga.


Wurfquote verbessern

"Zuhause können wir aber jeden schlagen", glaubt Peter Simon, der die Stärke der Longhorns vor allem darin sieht, dass sie im Kern eingespielt sind, als Kollektiv funktionieren und durch die Neuzugänge Ali Awarke, Monty Rogers und Benno Schüpferling variabler geworden sind. Natürlich wiege der Verlust von Rajiv Althaus und Michael Finger, die es beruflich nach Ulm bzw. Aschaffenburg zog, schwer, da beide nicht nur spielerisch, sondern auch mit sozialer Kompetenz glänzten. Dazu haben Freddy Simon und Michael Krempels noch kein Training absolvieren können und werden noch etwas Zeit für die Wiedereingliederung brauchen. "Aber alle Neuen sind coole Typen und die Mannschaft passt sehr gut zusammen", betont Plantzas, dem es in der Vorbereitung wichtig war, dass sich das Team auf dem Platz kennenlernt und dass jeder Spieler erkennt, welche Rolle er zu spielen hat.

Das Hauptaugenmerk in den Einheiten lag neben Athletik und Koordination auf der Verbesserung der individuellen Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins. "Aber wir haben auch viel Wert auf Taktik gelegt und viel geworfen, denn unsere Dreier- und Nahdistanzquote war letzte Saison nicht berauschend", weiß der Trainer.


Ein dritter Scorer

Mit dem starken Center Monty Rogers habe man nun neben Mike Kaiser und Shaun Marcus Knight einen dritten Spieler, der 20 Punkte pro Partie beisteuern kann. Dadurch ist das Team flexibler und für den Gegner schwerer auszurechnen, und dass Routinier Thomas Simon nach überstandener Achillessehnen-Verletzung wieder im Training steht, wird ebenfalls als positives Zeichen gewertet.


Endlich auswärts siegen

Dass die Saat aufzugehen scheint, unterstrichen die Longhorns zuletzt beim McDonald's Cup in Herzogenaurach, als sie sich gegen einige Liga-Konkurrenten sehr gut verkauften. Und so sind Angelos Plantzas und Peter Simon guter Dinge für den Saisonauftakt bei den München Baskets am kommenden Samstag. "Wir wollen auf die individuelle Stärke des Gegners reagieren und versuchen, unseren Spielstil durchzusetzen", erläutert Plantzas den Schlachtplan, und Simon ergänzt: "Bisher haben wir in München immer verloren, das wollen wir ändern." Für diese Aufgabe wird Monty Rogers wieder fit sein, der in den letzten Tagen mit den Folgen einer allergischen Reaktion fertigwerden musste. Noch nicht im Kader steht Benno Schüpferling, der nach einer Verletzung am Syndesmoseband noch drei Wochen ausfällt.

Die anderen Longhorns sind fit und brennen darauf, erst in der Landeshauptstadt erfolgreich zu sein und dann zuhause gegen Dachau nachzulegen, denn beide Gegner zählen nicht zu den Favoriten in der Liga. "Mit zwei Siegen zu starten, wäre wirklich super und wichtig fürs Selbstvertrauen, denn am dritten Spieltag wartet in Vilsbiburg ein echter Knaller", meint Plantzas.

Der Longhorns-Kader: Benedikt Aumeier, Markus Person, Adrian Dlugosch, Mike Kaiser, Freddy Simon, Shaun Marcus Knight, Monty Rogers, Julian Patton, Toni Donhauser, Ali Awarke, Thomas Simon, Christian Imberi, Peter Simon und Benno Schüpferling