So heiß wie im vergangenen Jahr war es zum Glück nicht, dafür aber mächtig schwül. Und so kamen die Mädchen und Jungen, die bei der inzwischen 15. Auflage des Höchstadter Schüler-Triathlons an den Start gingen, trotz der angenehmen Temperaturen ins Schwitzen. "Meine Beine fühlen sich wie Wackelpudding an", sagte Marie Hubert vom Team "Powergirls", als sie die Ziellinie auf dem Parkplatz des Sportzentrums am Kieferndorfer Weg überschritten hatte.

Kein Wunder, denn die Viertklässlerin musste alles in die Waagschale werfen, um sich in der Altersklasse A (Jg. 2004) Platz 2 zu sichern. "Zwischendurch bin ich von Nadja Lenk überholt worden, aber ich hab noch einmal richtig Gas gegeben und bin dann mit einer Sekunde Vorsprung Zweite geworden", freute sich Marie mit ihren Teamkolleginnen Lisa Kleetz und Lena Tuphorn, die im Schwimmbecken und auf dem Rad gute Vorarbeit für ihre Schlussläuferin geleistet hatten.

Mit Platz 3 mussten am Ende Nadja Lenk und die beiden anderen "Coole Mädels", Carina Mößner und Emelie Markovic, Vorlieb nehmen. Aber das Trio war zufrieden. "Die Bronzemedaille hatten wir uns als Ziel gesetzt und das hat geklappt. Blöd war nur, dass ich beim Schwimmen von Startblock 1 ins Wasser musste, und deshalb danach ein paar Meter mehr zur Wechselzone rennen musste", berichtete Carina. Vielleicht kostete das die entscheidenden Sekunden für Platz 2, doch es trübte die Freude der Viertklässlerinnen nicht.

Unbesiegbare wurden besiegt

Bei den Jungs der gleichen Altersstufe gelang dem Trio "Die flinken Tiger" ein nicht für mögliches gehaltenes Kunststück: Sie besiegten "Die Unbesiegbaren" und feierten Platz 1 ausgelassen. Dabei hatte der Wettkampf nicht gut begonnen. "Ich bin am Start schlecht weggekommen und dann haben wir uns im Becken gegenseitig behindert, weil wir zu dritt auf einer Bahn waren", ärgerte sich Elias Gehr, der erst als 21. aus dem Wasser stieg und mit Lukas Niesyt abklatschte. Dieser gab seinem Drahtesel die Sporen und überflügelte einige Konkurrenten. "Im Ziel konnte ich kaum noch atmen, aber egal", freute sich der Viertklässler. Im abschließenden Lauf über den Zickzack-Parcours holte auch Sebastian Schlee alles aus sich heraus. Im Irrglauben, noch eine Wende laufen zu müssen, hatte er dann aber doch schon das Ziel vor Augen, was zusätzliche Kräfte freisetzte: "Ich hab gesehen, dass dem Mädchen vor mir die Puste ausgeht und noch ein Überholmanöver gestartet." Und damit sicherte Sebastian seinem Team den Sieg.

Chef-Organisator Günther Dresel war absolut zufrieden, auch wenn mit 605 Teilnehmern heuer etwas weniger Mädchen und Jungs am Start waren als in den Jahren zuvor. "Aufgrund des 'Daycation'-Festivals mussten wir die Rad- und die Laufstrecke verändern. Aber trotzdem hat alles problemlos geklappt und auch das Wetter hat gehalten." Es sei immer wieder schön zu sehen, mit welchem Ehrgeiz beim Schülertriathlon zu Werke gegangen wird, auch wenn das bei manchen hauptsächlich darauf zurückzuführen sei, dass an diesem Tag schulfrei ist. Die Leistungen im Wasser, auf dem Rad und zu Fuß konnten sich sehen lassen.
Alle Ergebnisse folgen in der morgigen Ausgabe.