Auch wenn er angeschlagen ist, muss mit dem Höchstadter EC gerechnet werden. Das war das Signal, dass der Eishockey-Bayernligist am Mittwochabend im letzten Heimspiel der Vorrunde an seine rund 800 Fans sandte, die sich im Eisstadion am Kiederndorfer Weg eingefunden hatten. Gegen den TSV Peißenberg offenbarten die Alligators an der einen oder anderen Stelle zwar, dass die vergangenen Wochen viel Kraft gekostet haben, legten aber einen guten Auftritt hin. Der verdiente Sieg hätte bei besserer Chancenverwertung deutlicher ausfallen können, doch dank einer kämpferisch tadellosen Darbietung ließen die Aischgründer im Schlussdrittel nichts mehr anbrennen.


Höchstadter EC - TSV Peißenberg 3:2

Beide Teams begannen verhalten, doch nachdem die Alligators bereits in der 2. Minute ihre erste Strafe gezogen hatten, übernahmen die Eishackler die Initiative. Heraus kam dabei nichts, stattdessen traf Daniel Jun nach Vorarbeit von Ales Kreuzer auf der anderen Seite nur das Außennetz (5.), Daniel Sikorski verzog bei Höchstadter Unterzahl knapp (8.). Der HEC war ab da besser. Kreuzer und Stephan Hiendlmeyer kamen zu Chancen, Thilo Grau scheiterte am Pfosten (12.). Die Gäste hätten sich über einen Rückstand nicht beschweren dürfen, fingen sich in der Folge aber wieder und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit den Panzerechsen. Dieser schlug sich ab der 18. Minute auch im Ergebnis nieder: Kreuzer traf nur den Pfosten, Grau stand aber goldrichtig und staubte zum 1:0 ab. Doch die Führung hatte nicht lange Bestand, auch weil es Sikorski aus guter Position verpasste, den zweiten Treffer nachzulegen (19.). So stahl sich der bis dahin abgemeldete Wiseman davon, zog ab, und abgelenkt von Torwart Philipp Schniersteins Schlittschuh trudelte der Puck zum 1:1 in die Maschen.


Eishackler antworten postwendend

Gleich nach dem Seitenwechsel nahm der HEC wieder Fahrt auf. In Überzahl setzten Grau und Kreuzer Spielertrainer Jun in Szene, der das 2:1 markierte (21.). Doch Peißenberg schlug postwendend zurück, weil der Schiedsrichter einen Maskentreffer bei Schnierstein nicht abpfiff und Feistle den Abpraller zum 2:2 nutzte. Wenig später waren die Alligators erneut im Powerplay und spielten dieses auch gut aus. Doch weder Grau noch Sikorski und Hiendlmeyer schafften es, die neuerliche Führung zu erzielen. Danach machte sich bei den Alligators etwas Müdigkeit breit, die vergangenen Wochen in schmaler Besetzung hatten viel Kraft gekostet. Doch Peißenberg konnte daraus kein Kapital schlagen, wirkte vor allem in Überzahl-Situationen wenig kreativ. So war es eine Einzelaktion von Sven Gäbelein, die wieder Bewegung auf die Anzeigetafel brachte. Der HEC-Stürmer setzte zum Solo an, wurde kaum angegriffen und vollendete trocken zum 3:2 (36.). Die Gäste suchten abermals die schnelle Antwort, doch Tyler Wiseman und Florian Barth fanden in Schnierstein ihren Meister.


Wenig Konstruktives

Das Schlussdrittel ist schnell erzählt. Der HEC setzte auf Konter, wurde in seinen Bemühungen aber ebenso gestoppt wie die Gäste in ihren. Chancen blieben also Mangelware. Erst als der TSV Peißenberg zur Schlussoffensive blies (54.), bekamen die Torhüter wieder etwas zu tun. Die Höchstadter kämpften verbissen gegen den Sturmlauf der Gäste, Abschlüsse von Wiseman, Florian Barth, Hörndl und Feistle konnten sie jedoch nicht verhindern. Allerdings war auf Goalie Schnierstein Verlass, der ebenso tadellos hielt wie sein Gegenüber Goll, der in der 59. Minute Platz für einen sechsten Feldspieler machte. In dieser Phase hätte Sikorski alles klar machen können, als er das leere Tor anvisierte. Doch der Puck landete nur am Außennetz, weshalb die Gäste eine weitere Gelegenheit für einen guten Angriff bekamen. Aber die Eishackler verzettelten sich im Spielaufbau, und so rettete der HEC den knappen, angesichts der besseren Chancen jedoch verdienten Sieg ins Ziel.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - TSV Peißenberg 3:2 (1:1, 2:1, 0:0)

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Riebel; Verteidigung: Sikorski/A. Lenk, Kaczmarek/Babinsky, Ryzuk;
Angriff: Jun/Dzemla/Kreuzer, Grau/Hiendlmeyer/Gäbelein, Tratz, Seelmann

TSV Peißenberg: Tor: Goll, Fe. Barth; Verteidigung: Stögbauer, M. Barth, Brauer, Singer, Ebentheuer, Lenz;
Angriff: Fl. Barth, Hörndl, Müller, Mooslechner, Wiseman, Stowasser, Malzatzky, Feistle, Birkner

Schiedsrichter: Philipp Sintenis, Lukas Altmann, Markus Wohlgemuth
Zuschauer: 812

Tore: 1:0 Grau (18.), 1:1 Wiseman (20.), 2:1 Jun (21.), 2:2 Feistle (22.), 3:2 Gäbelein (36.)
Strafzeiten: 8 / 8