Der 21-jährige Lukas Schulz ist der erfolgreichste Spieler der Vereinsgeschichte des SC Höchstadt - auch wenn er vor zwei Jahren zum Zweitligisten SC Forchheim wechselte und nun für den SC Erlangen aktiv ist. Doch dem SCH bleibt er als Jugendleiter und passives Mitglied erhalten, 2017 wurde er zum dritten Mal Stadtmeister. Im April 2018 wurde Schulz zudem zum dritten Mal in Folge bayerischer U25-Einzelmeister.

Doch der größte Titel in Bayern - der Gewinn der bayerischen Einzelmeisterschaften bei den Erwachsenen - blieb ihm bisher verwehrt, wie auch allen anderen Höchstadtern. 2017 reichte es für Platz 3 hinter Eduard Miller (SC Erlangen) und Reiner Heimrath (Noris-Tarrasch Nürnberg). Diesmal aber tauschten die drei Franken die Plätze.

Nach einer dramatischen Schlussrunde siegte Lukas Schulz in Bad Kissingen hauchdünn vor Heimrath und Miller und 25 weiteren Spielern aus ganz Bayern. Alle drei Spieler hatten sieben Punkte aus neun Partien geholt, doch Schulz hatte knapp die bessere Feinwertung.

Schulz und Heimrath haben sich damit für die deutsche Einzelmeisterschaft qualifiziert, die im April im sächsischen Radebeul stattfinden wird. Aufgrund seiner Erfolge und gestiegenen Spielstärkezahl steht Lukas Schulz kurz vor dem Titel des FIDE-Meisters (noch stärker sind nur noch Internationale Meister und Großmeister), der auf Lebenszeit vom Weltschachverband FIDE verliehen wird.

Für die fränkischen Clubs lief auch die Damenmeisterschaft perfekt: Hier siegte Katharina Mehling (SpVgg Stetten) vor Kristin Braun (SC JäkleChemie Talente Franken) und Barbara Niedermaier (SC Bamberg). sd