Die Wahrscheinlichkeit spricht nun deutlich für die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach: Die Longhorns (10:11 Siege) haben den Klassenverbleib mit einem 92:62 gegen Rosenheim (6:15) wohl unter Dach und Fach gebracht. Die Oberbayern, die zudem den direkten Vergleich mit Herzogenaurach verloren haben, müssten nun die restlichen fünf Saisonspiele allesamt gewinnen und die TSH alle verlieren, damit der Klassenerhalt noch in Gefahr gerät - ganz zu schweigen vom Abschneiden der anderen Teams, die im Tabellenkeller stehen.

1. Regionalliga, Männer

TS Herzogenaurach - SB DJK Rosenheim 92:62

"Wir sind überglücklich. Vor der Saison hätte niemand gedacht, dass wir fünf Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt schaffen würden oder überhaupt die Klasse halten können. Aber nach diesem fulminanten Ritt in der Rückrunde mit sieben Siegen aus acht Spielen können wir sehr stolz auf uns sein", sagte Trainer Nikola Jocic. "Die restlichen fünf Saisonspiele wollen wir jetzt in vollen Zügen genießen, wenn möglich alle gewinnen und so die Saison noch krönen."

Dabei sah es im ersten Viertel noch nicht wirklich gut aus für die Longhorns. Die Rosenheimer erwischten in Person von Topscorer Jguwon Hogges, der 17 Punkte für die DJK erzielte, den besseren Start. Im weiteren Verlauf kamen die Longhorns besser ins Spiel und sorgten für die 18:14-Führung zur Viertelpause. Im zweiten Abschnitt stellten die Gäste auf eine Zonenverteidigung um und die TSH tat sich schwer, die richtigen Lösungen zu finden. Rosenheim glich zur Halbzeitpause aus (33:33).

Im dritten Viertel drehten die Longhorns auf. Die Rosenheimer konnten weder offensiv noch defensiv das Tempo der Aurachstädter mitgehen. Vedran Nakic traf aus der Distanz, Mike Kaiser und Larry Hall zogen immer wieder zum Korb und Patrick Horstmann dominierte unter dem Brett. Die Rosenheimer lagen zum Viertelende mit 45:62 im Hintertreffen.

Auch im letzten Abschnitt funktionierte die Offensive der Herzogenauracher bestens. Das Punkten übernahmen Matthias Schlindwein und Chris Kwilu, hinten räumten Tobias Übbing und Luka Stefanovic auf. Die Rosenheimer kamen überhaupt nicht mehr ins Spiel und konnten am Ausgang nichts mehr ändern.

TS Herzogenaurach: Hall (21 Punkte), Kaiser (19), Horstmann (11), Schlindwein (12), Kwilu (10), Stefanovic (5), Nakic (12), Übbing, Donhauser (2)