Wie die Eichhörnchen wollten die Pumas vom FC Herzogenaurach frühzeitig Punkte gegen den Abstieg sammeln, um dann entspannt nach oben blicken zu können. Das hatte an den ersten beiden Spieltagen nicht geklappt, doch in Schwaig wurden nun die ersten drei Zähler eingefahren. Der Baiersdorfer SV und der FSV Erlangen-Bruck schafften es nicht, an ihre bisherigen Leistungen anzuknüpfen.

Landesliga Nordost

SV Schwaig - FC Herzogenaurach 0:2

In den ersten Minuten des Schwaiger Kerwa-Spiels tasteten sich beide Mannschaften ab und suchten den Weg in diese Partie. Die erste gute Chance für die Gäste hatte Kevin Rockwell, dessen Kopfball aber kein Problem für SV-Keeper Oliver Hassler darstellte (12.). Kurz darauf war es wieder der Gästestürmer, der mit einem Schuss aus kurzer Distanz zwar für Gefahr sorgte, das Ziel jedoch diesmal deutlich verpasste (19.). Schwaig fand in der ersten Hälfte vor allem offensiv nicht in die Partie. Kurz vor dem Seitenwechsel besorgte dann Marco Amling nach einer schönen Flanke von Alexander Ronneburg per Kopf die verdiente Pausenführung für die Pumas (43.).

Wenige Augenblicke nach dem Seitenwechsel hatte erneut Amling das zweite Tor auf dem Fuß, doch Hassler parierte gleich zweimal stark (52.). Die Gastgeber steigerten sich zwar in der zweiten Halbzeit, mehr als eine Kopfballchance für den eingewechselten Christoph Weber sprang dabei jedoch nicht raus (75.). In den letzten Zügen der Partie sorgte Eric Stübing mit einen traumhaften Schuss in den Winkel für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste (90.).

"Ich bin heute überglücklich. Wir haben heute kämpferisch eine gute Leistung gezeigt, auch wenn spielerisch noch Luft nach oben ist. In der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser und sind verdient in Führung gegangen. Nach dem Seitenwechsel war es dann ausgeglichen, aber aufgrund der guten ersten Hälfte ist unser Sieg meiner Meinung nach verdient", fasste Gästetrainer Jakob Karches die Partie zusammen. "Wir haben in der vergangenen Saison auch erst am dritten Spieltag gepunktet, deswegen war bei uns im Vorfeld keine Panik zu spüren. Dennoch bin ich froh, dass wir heute unseren Anspruch in dieser Liga deutlich gemacht haben." Sein Gegenüber Helmut Rahner haderte vor allem mit der ersten Halbzeit: "Wir haben in der zweiten Hälfte gedrückt, aber die letzte Idee hat uns heute gefehlt. Das 1:1 war heute möglich, aber vorne waren wir einfach nicht clever genug." ffr

SV Mitterteich - Baiersdorfer SV 6:2

"Vielleicht haben die Jungs nach den zwei guten Spielen bisher gedacht: Das wird schon laufen", vermutet BSV-Trainer René Ebert. Und zumindest in der 11. Minute schien es so, als hätte sein Team sogar recht: Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten von Kapitän Sebastian Hofmann war es Mladen Popovic, der volley flach ins rechte untere Eck zur Führung traf. Dann ging es allerdings schnell abwärts: Ein Doppelpack von Mitterteichs Marco Kießling (14., 36.) drehte das Spiel zugunsten der Gastgeber. Kurz vor dem Halbzeitpfiff unterlief den Baiersdorfern auch noch ein Eigentor (42.): Einen Freistoß machte Max Kammermeyer völlig unbedrängt mit dem Hinterkopf zu einer Bogenlampe und überwand Alexander Fieber im Tor.

Der BSV kam stärker aus der Pause. "Wir hatten uns viel vorgenommen", sagt Ebert, doch das nächste Tor fiel auf der anderen Seite. Jonas Federer war der Torschütze (50.). Vier Minuten später keimte Hoffnung auf, als Adrian Grinjuks nach einem Pass in den Rückraum vollstreckte. "Wir waren dann nahe am 4:3, aber der letzte Pass war einfach zu ungenau." Stattdessen schnürte Kießling einen Viererpack (72., 89.). "Der war so heute nicht zu halten. Vielleicht war es ein Warnschuss, dass es mit 60, 70 Prozent Laufleistung nicht geht. Wir brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung."jw

SC Schwabach - FSV Erlangen-Bruck 3:1

Wie gewonnen, so zerronnen: Als Marco Kaiser in der 59. Minute nach einem Foul im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte sah, ging es dahin für die Brucker. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FSV mit 1:0 geführt, Adem Selmani war zwei Minuten zuvor vom Elfmeterpunkt erfolgreich gewesen. Nach Absprache mit seinem Linienrichter hatte Tobias Blay nach einem Zweikampf im Strafraum auf Strafstoß für den FSV entschieden.

Das Blatt wendete sich zugunsten der Schwabacher, als es in der 69. Minute wieder Elfmeter gab, diesmal auf der anderen Seite. Die Brucker hatten am eigenen Strafraum den Ball vertendelt, und nach einer kleinen Ringeinlage durfte Selahattin Oktay antreten und verwandelte.

Vor der 2:1-Führung des SC patzte die Brucker Abwehr erneut. Den folgenden halbhohen Ball in die Mitte parierte Keeper Christopher Teuber zunächst aus kurzer Distanz gegen den eingelaufenen Florian Nisslein. Doch der Ball sprang von Teubers Hand genau vor Nissleins Stirn und der köpfte ein (84.). Kurz vor dem Schlusspfiff besorgte Michael Weiß nach einem Konter das 3:1.red