Wieder einmal sorgt der Amateurfußball für negative Schlagzeilen. Aus einer Polizeimeldung ging hervor, dass es am Samstagabend auf dem Gelände des SC Münchaurach im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu einer Körperverletzung kam, die eine Anzeige nach sich zog. Betroffen war die gastgebende Alt-Herren-Mannschaft, die zum Sportfest des Vereins ein Blitzturnier veranstaltete. Ein 37-Jähriger sei auf den Platz gestürmt, weil er seinen Bruder von dessen Gegenspieler angegriffen sah.


Harmloses Handgemenge?

"Auf dem Platz kam es zu einem Handgemenge zwischen einem unserer Spieler und einem Akteur von den Wiesengrund-Kickers Erlangen. Das war nicht schön, aber kommt im Fußball eben manchmal vor", berichtet ein SC-Funktionär, der nicht namentlich genannt werden möchte. Der Bruder des Münchaurachers, der sich bei dem Kleinfeldturnier gerade auf der Auswechselbank befand, empfand die Szene offenbar anders, stürmte auf den Erlanger zu und soll ihn laut Facebook-Seite der Wiesengrund-Kickers "brutal mit einem Kung-Fu-Tritt" niedergestreckt haben.


Gefährliche Körperverletzung?

Der SC-Verantwortliche bestätigt diese Sichtweise größtenteils, der Täter sei bereits aus dem Verein geschmissen worden. Weitere Konsequenzen drohen allerdings, denn das 43-jährige Opfer, das später ins Krankenhaus gefahren wurde und wohl einen Rippenbruch und innere Schwellungen davontrug, war zunächst noch in der Lage, die Polizei zu verständigen, die nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die etwa zehnminütige Partie wurde zwar abgebrochen, das Turnier, das nach Meinung einiger Teilnehmer ansonsten fair verlief, wurde aber fortgesetzt. Auch die Wiesengrund-Kickers ließen sich nicht beirren und fuhren den ersten Platz ein.

Erst kürzlich trat der Fußball-Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund in den regionalen Medien negativ in Erscheinung, als das Relegationsspiel zwischen dem Türkischen SV Erlangen und der SpVgg Reuth in Möhrendorf um den Aufstieg in die Kreisklasse in eine Massenschlägerei ausartete.