Licht und Schatten auch am zweiten Wochenende der Verzahnungsrunde bei den Eishockey-Cracks des Höchstadter EC: Am Freitagabend mussten die Alligators beim bis dato sieglosen Noch-Oberligisten EV Lindau ran und hatten nach einer frühen 3:0-Führung in der Verlängerung das Nachsehen. Am Sonntag war dann der ESC Geretsried zu Gast, gegen den sich die Aischgründer wieder in die Spur kämpften und in Gruppe A auf Rang 3 kletterten.


Höchstadter EC - ESC Geretsried 4:3

Nach den zwei Pleiten war den Alligators anzumerken, dass sie zunächst Sicherheit und Spielkontrolle erlangen wollten. Die ersten Minuten plätscherten ohne nennenswerte Szenen vor sich hin, ehe Daniel Jun die Initialzündung gab: Zunächst scheiterte er noch an Goalie Alabanese, doch mit seiner zweiten Aktion fand er sogleich Ales Kreuzer, der den Puck aus halbrechter Position trocken zum 1:0 im langen Eck unterbrachte (8.). Doch die Führung hielt nicht lang, weil Michal Petrak die Scheibe im Spielaufbau vertändelte, und Meierl frei vor Carsten Metz keine Mühe hatte, zum Ausgleich einzunetzen (9.). Kurz darauf überstand der HEC ein Powerplay der Gäste schadlos und übernahm das Ruder. Allerdings erspielten sich die Hausherren zu wenig Chancen, vor allem in den sechs Minuten Überzahl, die sie bis zur Sirene noch hatten, fehlte die zündende Idee. Nur einmal zahlte sich die numerische Überlegenheit aus, als Jiri Mikesz abzog, und Lukas Lenk den Abpraller volley zum 2:1 in den Winkel drückte (15.).

Zu wenig, denn kurz nach dem Seitenwechsel war der Vorteil dahin. Der HEC zog hintereinander zwei Strafen - zumindest ein davon absolut überflüssig - und schon zappelte der Puck wieder im Höchstadter Netz, weil Horvath genau gezielt hatte (23.). Ein Unterzahlkonter, bei dem Vitalij Aab knapp scheiterte, brachte die Alligators wieder in die Spur. Wenig später wuselte sich Petrak, der zuvor noch am Pfosten gescheitert war, durch die Mitte und vollendete zur erneuten Führung (28.). Jetzt blieben die Aischgründer am Drücker, Kreuzer legte nach einem schnellen Angriff über Andre Lenk und Vojcak nach (32.). Oleg Seibel hatte die Vorentscheidung auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten (35.). Das rächte sich kurz vor der Pause, Horvath sorgte für den Anschluss und Hochspannung für das Schlussdrittel.

Dort suchte Höchstadt die Entscheidung und selbst in Unterzahl das Heil in der Offensive. Doch trotz der Überlegenheit und weil auch Aab am Pfosten scheiterte, blieb Geretsried im Spiel. Der HEC behielt jedoch die Nerven und ließ sich auch vom Powerplay des ESC, der in der Schlussminute den Torhüter für einen weiteren Angreifer opferte, nicht verunsichern.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - ESC Geretsried 4:3 (2:1, 2:2, 0:0)

Höchstadter EC: Tor: Metz, Schnierstein; Verteidigung: Cejka/Urban, Vojcak/Roth, Babisnky/Wiedl, Ribarik; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Jun/Kreuzer/A. Lenk, Mikesz/Grau/Seibel, Revaj, Tratz

ESC Geretsried: Tor: Albanese, Morczinietz; Verteidigung: Fuchs, Poch, Wiedenbauer, Englbrecht, Zvonik, Tauber; Angriff: Köhler, Hölzl, May, Hüsken, Berger, Merl, Rizzo, Horvath, Meierl

SR: Ruben Kapzan, Philipp Bösl, Marius Voigt

Zuschauer: 697

Tore: 1:0 Ales Kreuzer (8.), 1:1 Dominik Meierl (9.), 2:1 Lukas Lenk (15.), 2:2 Ondrej Horvath (23.), 3:2 Michal Petrak (28.), 4:2 Ales Kreuzer (32.), 4:3 Ondrej Horvath

Strafminuten: 12 / 8