Da waren es nur noch zwei: Nach dem vierten Spieltag in der Eishockey-Bayernliga haben nur noch der HC Landsberg und der Höchstadter EC eine blütenreine Weste. Die Alligators, die sich am Freitag in Buchloe noch wütender Angriffe des Pirates ausgesetzt sahen und zu Lasten von einigen Strafen einen knappen Vorsprung verteidigten, bis sie fünf Minuten vor Schluss doch noch zum erlösenden 2:0 trafen, lief es gestern gegen die ebenfalls mit drei Siegen in die Runde gestarteten EHF Passau ab dem zweiten Drittel wie am Schnürchen.


Höchstadter EC - EHF Passau 6:1

Die Zuschauer bekamen im ersten Drittel einen offenen Schlagabtausch zu sehen, beide Teams versuchten, einen schnellen Treffer zu erzielen. Auf Höchstadter Seite versuchte im Powerplay zunächst Martin Vojcak vergeblich sein Glück (3.), Vitalij Aab scheiterte knapp (7.). In der Folge übernahm der HEC immer mehr das Kommando und wurde kurz vor der Drittelpause belohnt. Aab fand zunächst in Torhüter Patrick Vetter seinen Meister (17.), war eine Minute später nach Pass von Michal Petrak aber für das verdiente 1:0 zur Stelle .

In der Pause, in der die U8-Mannschaft des HEC ein Einlagespiel machte, jubelten sich die mehr als 700 Zuschauer schon einmal warm für das zweite Drittel, in dem reichlich Tore fielen. Tomas Urban und Petrak setzten Martin Vojcak in Szene, der die Abwehr stehen ließ und links oben zum 2:0 traf ( 27.). Zwar gelang Waldemar Detterer nach starkem Solo der schnelle Anschlusstreffer (29.), doch die Alligators ließen sich nicht beirren, überraschten die Passauer mit zwei schnellen Pässen: Lukas Lenk war zum 3:1 erfolgreich (31.). In der Folge kannte das Spiel nur eine Richtung, zumal die EHF Strafen zog und in doppelter Unterzahl keine Chance gegen das Powerplay von Petrak und Daniel Jun hatte, die in Ales Kreuzer einen dankbaren Abnehmer fanden - 4:1 (35.). Wenig später verhinderte Carsten Metz den zweiten Gästetreffer (37.), ehe Aab nach Pass von urban allein auf Vetter zulief und ihm beim 5:1 keine Chance ließ.

Damit war die Messe eigentlich gelesen, aber der Torhunger der Alligators nach dem mageren 2:0 in Buchloe war noch nicht gestillt. Kreuzer legte nach Pass von Urban das 6:1 nach (44.). Kurz darauf musste Metz vom Eis, Philipp Schnierstein übernahm den Platz zwischen Pfosten. Doch nun passierte nicht mehr viel. Passau war um Schadensbegrenzung bemüht, der HEC darum, den deutlichen Vorsprung ins Ziel zu bringen.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC -EHF Passau 6:1 (1:0, 4:1, 1:0)

Höchstadter EC: Tor: Metz, Schnierstein; Verteidigung: Stütz/Urban, Vojcak/Babinsky, Ribarik/Roth; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Jun/A. Lenk/Kreuzer, Seibel/Tratz/Grau

EHF Passau: Tor: Vetter, Resch; Verteidigung: Geiger, Nemecek, Persch, Pilz;
Angriff: Detterer, Ferstl, Groß, Huber, König, Müller, Schindlbeck, Sulcik, Merka

SR: Markus Schmidt, Petr Fiala, Jan Kaderabek
Zuschauer: 721

Tore: 1:0 Vitalij Aab (18.), 2:0 Martin Vojcak (27.), 2:1 Waldemar Detterer (29.), 3:1 Lukas Lenk (31.), 4:1 Ales Kreuzer (35.), 5:1 Vitalij Aab (39.), 6:1 Ales Kreuzer (44.)
Strafzeiten: 12 / 10