Im Mai feierte der Höchstadter Eishockey-Club sein 25-jähriges Bestehen. Am meisten dieser Ära mitbekommen haben Daniel Tratz und Thilo Grau. Jetzt haben sich die beiden Akteure entschlossen, ihrer Zeit bei den Alligators mindestens ein weiteres Jahr hinzuzufügen.

Mit 26 Jahren, also nur einem Jahr mehr auf dem Buckel als der HEC, geht Grau in seine bereits elfte Saison für den Verein seiner Heimatstadt. Bislang stand er in 352 Pflichtspielen für die Panzerechsen auf dem Eis. Tratz kam ein Jahr später nach Höchstadt und seitdem auf 330 Einsätze. Die beiden stehen damit auf Platz 4 und 5 der vereinsinternen Liste für die meisten Spiele im Trikot der Alligators.

Herr Tratz, Sie gehen in Ihre zehnte Saison bei den Alligators. Ein eigenes Jubiläum im 25. Jahr des HEC. Was hat sich seit Ihrer Ankunft verändert?
Daniel Tratz: Ich dachte eigentlich, es ist erst meine neunte Saison. Ich fürchte, ich werde alt (grinst). In meinen Augen ist alles professioneller geworden. Angefangen beim Trainingslager bis zum Ausrüster. Und vielleicht kriegen wir in Höchstadt ja irgendwann mal früher Eis im Stadion. Das wäre die nächste Stufe. Im Kader hat sich natürlich auch einiges getan. Viele Gesichter von damals sind nicht übrig. Geblieben ist die super Stimmung in der Mannschaft.

Herr Grau, was hält Sie so lange bei demselben Verein? Die gerade beschriebene Stimmung?
Thilo Grau: Klar. Und ich habe hier alles, was ich brauche: Meine Familie ist im Verein aktiv, meine Freunde und meine Arbeit sind hier und in fünf Minuten bin ich in der Eishalle.

Haben Sie schon mal ernsthaft dran gedacht, den Verein zu wechseln?
Grau: Eigentlich nicht. Wenn ich schon das Glück habe, dass es in meinem Zuhause so einen Verein gibt, warum sollte ich denn da woanders hin?
Tratz: Wer würde dich denn auch nehmen (lacht)?
Grau:Und warum bist du eigentlich immer noch da?
Tratz: Klasse Stimmung, klasse Fans und außerdem ist immer was los: Aufstieg, Abstieg, Bayernliga gewinnen. Wir haben jedes Jahr spannende Ziele, die es zu erreichen gilt und da will ich immer dabei sein.

Sie beide sind voll berufstätig. Bleibt im Sommer überhaupt Zeit, die Akkus richtig aufzuladen?
Grau: Unsere Akkus sind immer voll!
Tratz: Das müssen sie, denn manchmal ist der Sommer härter als der Winter: Der normale Job geht ja weiter, man fängt kurz nach der Saison wieder an zu trainieren, gleichzeitig fehlt die Euphorie der Spiele. Wird Zeit, dass die Saison anfängt. hau