Etwas mehr als eine Minute Rückstand auf den Sieger hatte Johannes Schwabe im vergangenen Jahr. Doch weil Bernd Hagen bei der dritten Auflage des Gremsdorfer Kerwalaufs nicht vertreten war, hatte der Herzogenauracher diesmal freie Bahn und holte den Sieg. Mit 28:05 Minuten brauchte Schwabe genau 60 Sekunden länger als sein Vorgänger. Bei den Frauen pulverisierte Yvonne Manz vom SC Oberreichenbach die Siegerzeit, die Astrid Glas 2017 vorgelegt hatte: Mit 33:22 Minuten war sie um mehr als zwei Zeigerumdrehungen schneller als die Neuhauserin, die heuer aber ebenso wenig am Start war wie Premieren-Siegerin Felicity Milton, deren Zeit (28:34) so schnell wohl nicht unterboten werden wird.

Dass der diesjährige Kerwalauf in Sachen Teilnehmerzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war und sich ein paar Läufer, die beim Kampf um die vorderen Plätze ein Wörtchen hätten mitreden können, lieber nur auf den tags darauf angesetzten Fränkische-Schweiz-Marathon konzentrierten, schmälerte die guten Leistungen und den Erfolg der Veranstaltung nur wenig.

Insgesamt erreichten 186 Sportler in den sechs Wettbewerben das Ziel, darunter 48 Kinder beim Bambinilauf, für den allein 39 Mädchen und Jungen im Kinderparadies Gremsdorf gezielt trainiert hatten. "Ich freue mich, dass so viele Kinder mitgemacht haben und dass sich im Hauptlauf auch einmal Sportler in den Vordergrund spielen konnten, die es sonst nur selten nach ganz oben schaffen", erklärte Hauptorganisator Hans-Peter Schneider, den auch der reibungslose Ablauf und der positiven Effekt für die anschließenden Kerwa-Feierlichkeiten zufrieden stellte.

Trotzdem wäre Schneider froh, wenn sich zum 4. Kerwalauf 2019 wieder mehr Sportler für die 7,5-Kilometer-Distanz einschreiben würden. Zupass kommt ihm dabei, dass die Gremsdorfer Kirchweih terminlich dann nicht mit dem FS-Marathon kollidiert, sondern erst am Wochenende nach dem Mammut-Event gefeiert wird.