Bissig waren die Moosburger schon immer, qualitativ sind sie den Höchstadt Alligators in der aktuellen Bayernliga-Saison aber nicht gewachsen. Das war gestern deutlich zu sehen, auch wenn sich die Oberbayern ins Sachen Einsatz nichts vorwerfen zu lassen brauchten und die Höchstadter auf eine Geduldsprobe stellten.

Höchstadter EC - EV Moosburg 4:2

Die Hausherren waren zunächst um Kontrolle bemüht, und nachdem Goalie Ronny Glaser zum ersten Mal eingegriffen hatte (1.), gelang ihnen das auch. Allerdings fanden die Alligators gegen disziplinierte und gut sortierte Moosburger nur selten die Lücke. Ales Kreuzer (4., 7.) und Daniel Jun (8.) scheiterten an Hingel, der wenig später Glück hatte, dass ein vom Pfosten abgeprallter Puck von seinem Schoner nicht den Weg ins Tor fand, sondern gerade noch von der Linie gekratzt wurde. Dann wurde der HEC etwas nachlässig und ermöglichte Seidlmayer (12.) und Birk (14.) gute Gelegenheiten, die Glaser aber entschärfte. Doch die Phase war schnell überstanden, Höchstadt war wieder Herr im Hause. Doch selbst die erste Überzahlsituation des Spiels brachte nichts Zählbares.

Ryzuk bricht den Bann

Im zweiten Drittel gerieten die Hausherren postwendend in Unterzahl und hatten Glück, dass der allein vor dem Tor stehende Seidlmayer den Puck nicht traf. Die Gäste trauten sich nun mehr und brachten die Höchstadter Abwehr zwei-, dreimal in Verlegenheit. Aber Glaser war jedes Mal zur Stelle. Dann aber übernahmen die Alligators wieder die Initiative und wurden belohnt: Über André Lenk und Thilo Grau kam die Scheibe zu Jiri Ryzuk , der aus kurzer Distanz das Netz zappeln ließ - 1:0 (26.). Zwei Minuten später setzte Ales Kreuzer - nach tollem Zusammenspiel mit Simon Knaup - Jun in Szene, der verschaffte sich mit einer Drehung Platz und vollendete überlegt zum 2:0. Höchstadt war nun bestrebt, den Sack zuzumachen, doch Lenk vergab einen Penalty und auch ansonsten war der starke Hingel zur Stelle - genau wie gegenüber Ronny Glaser, der zweimal gut reagierte und dann das 3:0 einleitete: Bei Höchstadter Unterzahl brachte der Goalie die Scheibe zu Daniel Tratz. Der passte zu Spielertrainer Jun, der zum Solo ansetzte und dieses erfolgreich abschloss (38.). Doch die Freude wehrte nur kurz, denn Fenglers Schuss von der blauen Linie wurde abgefälscht und landete zum 3:1 im Tor.

Die Schlagzahl wurde erhöht

Im Schlussdrittel brauchten den Höchstadter dann ein paar Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, doch die stets bissigen Gäste konnten kein Kapital daraus schlagen. Dann rüttelten Patrik Dzemla und Daniel Sikorski den HEC mit einer Doppelchance (44.) wieder wach. Die Schlagzahl wurde nun erhöht, doch weder Marc Kaczmarek noch Tomas Urban oder Martin Vojcak schafften es, den Puck im Moosburger Gehäuse unterzubringen. Erst in der 52. Minute fiel die Entscheidung, als der bis dato glücklose Kreuzer sich im eigenen Drittel den Puck schnappte und seinen Alleingang über fast das gesamte Feld mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 4:1 krönte. In der Folge verpasste es der HEC, nachzulegen, rettete den Vorsprung aber insgesamt routiniert ins Ziel. Nur einmal agierte die Abwehr zu nachlässig. Hammer wurde nicht richtig angegriffen, wartet ab, verleitete Glaser mit einer Täuschung zu einer Reaktion und hob den Puck über den geschlagenen Goalie hinweg in die Maschen.

Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC -EV Moosburg 4:2 (0:0, 3:1, 1:1)

Höchstadter EC: Tor: Glaser, Schnierstein; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Ryzuk/Knaup, Babinsky/Kaczmarek; Angriff: Jun/Grau/Kreuzer, Urban/Vojcak/Dzemla, Tratz/Lenk/Eyrich

EV Moosburg: Tor: Hingel, Cesak; Verteidigung: Ujcik, Seidlmayer, Erhart, Krämmer, Wild, Loidl, Fengler;
class="artFett">Angriff: Göttlicher, Akal, Schnirch, Hammer, Pfaffinger, Birk, Kankovsky, Daffner

SR: Markus Schmidt, Marius Voigt, Marlon Walter
Zuschauer: 450

Tore: 1:0 Ryzuk (26.), 2:0 Jun (28.), 3:0 Jun (38.), 3:1 Fengler (39.), 4:1 Kreuzer (52.), 4:2 Hammer (56.)
Strafzeiten: 10 / 8