Fünf junge Kickboxer des TSV Höchstadt haben in Giebelstadt an den deutschen Kampfsportmeisterschaften teilgenommen. Gekämpft wurde bei dem verbands- und stiloffenen Turnier in den Disziplinen Leichtkontakt und Pointfighting. Für die Höchstadter um die Trainer Kemo Ramicevic und Daniel Händel stand weniger die Jagd nach Titel im Vordergrund, als Turnierluft zu schnuppern und Erfahrung zu sammeln. Einige Pokal gab es trotzdem.

Als einzige Kämpferin stellte sich Newcomerin Vanessa Henz ihren Gegnerinnen. Henz bekam es gleich zu Beginn mit einer erfahrenen Gegnerin zu tun, die von Anfang an Druck mit starken Fäusten machte. Der Höchstadterin gelang es nicht, ihren Reichweitenvorteil zu nutzen und ihre Gegnerin dadurch auf Distanz zu halten - und musste sie sich geschlagen geben. Dennoch war es ein starkes zweites Turnier der jungen Kämpferin.

Ramicevic siegt vor der Zeit

Semin Ramicevic musste aufgrund der Altersbeschränkung beim Leichtkontakt auf das für ihn ungewohnte Pointfighting ausweichen. Hier wird, ähnlich dem Fechten, bei jedem deutlichen Treffer der Kampf unterbrochen und unmittelbar durch die Punktrichter bewertet. Ramicevic hatte keinerlei Schwierigkeiten in den Kampf zu finden und spielte seine technische Stärke voll aus. So endete der Kampf bereits vor Ablauf der regulären Kampfzeit bei vier Trefferpunkten Unterschied, gleichbedeutend mit einem technischen Knockout. Ramicevic sicherte sich somit den ersten Platz in dieser Gewichtsklasse.

Sein Bruder Dzenan zeigte sich im Leichtkontakt ebenfalls in guter Form. Konzentriert und gezielt setzte er seine Treffer und ließ sich auch von den sehr harten Aktionen seines Gegners nicht beeindrucken. Auch er belohnte sich für seine Leistung mit dem ersten Platz.

Reimann wird Dritter

In der gleichen Gruppe startete Sven Reimann in seinen ersten Wettkampf. Er war aufgrund seiner mangelnden Erfahrung teilweise zu verkrampft und musste sich schließlich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Dalip Kastrati hatte es in seinem Auftaktkampf gleich schwer: Sein Gegner versuchte ihm durch hohen Druck und harte Aktionen den Schneid abzukaufen. Kastrati hielt jedoch dagegen und setzte die deutlicheren Treffer und der Kampf ging knapp zu seinen Gunsten aus. Im Finale wurde er im Vorfeld von seinen Trainern anders eingestellt und kombinierte seine Stärke in der Bewegung besser mit seiner Technik. Er wurde ebenfalls verdient Erster in seiner Klasse.red