"Aus Raider wird jetzt Twix - sonst ändert sich nix": Der Werbespruch, der zur Umbenennung eines Schokoriegels eingesetzt wurde, lässt sich - knapp 30 Jahre später - nicht ohne weiteres auf die neue Namensgebung in den bayerischen Tischtennisligen anwenden. Neben der Bezeichnung ändert sich nach der laufenden Saison nämlich einiges, vor allem beim höherklassigen Sport an der Schwelle von Bezirks- zu Landesebene.


Männer, 1. Bezirksliga Mfr.

SC Adelsdorf: Eine bärenstarke Rückrunde mit sechs Siegen aus acht Spielen hat die Mannschaft um Topspieler Igor Ondrejicka auf Rang 3 gespült und die Abstiegssorgen vertrieben, die nach der durchwachsenen Hinrunde (sieben Punkte aus neun Partien) durchaus berechtigt waren. Vor dem letzten Saisonspiel, zu dem die Adelsdorfer am Freitag, 13. April, beim TSV Winkelhaid (7.) ran müssen, kann dem SC nichts mehr passieren. Ob das Team jedoch in der Spielklasse bleibt, die nach der Strukturreform im bayerischen Tischtennis ab der kommenden Saison Landesliga heißen wird, muss sich noch entscheiden. "Sportlich trauen wir uns das zu, keine Frage. Aber der Aufwand wird viel größer, weil durch die Verschiebung weite Auswärtsfahrten bis in den Bayerischen Wald anstehen würden. Abhängig davon, wer uns verlässt und wer dazu kommt, müssen die Spieler selbst entscheiden, ob sie diese Mehrbelastung auf sich nehmen wollen", sagt Abteilungsleiter Norbert Geier.


Frauen, 1. Bezirksliga Mfr.

SpVgg Zeckern: In Zeckern ist die Entscheidung dagegen schon (so gut wie) gefallen. Die SpVgg-Frauen stehen als Meister bereits fest und wollen den Aufstieg in die dann neue Verbandsliga wagen. "Ich gehe davon aus, ja. Im Anschluss an das letzte Saisonspiel am 13. April machen wir eine Abschlussfeier, bei der wir konkret über das Thema sprechen werden. Ein bisschen hängt es davon ab, wie sich die neue Liga zusammensetzt und wie wir den Aufwand zum Beispiel mit Kombi-Spieltagen überschaubar halten", erklärt Mannschaftsführerin Ingrid Straub.


Frauen, 2. Bezirksliga

TS BSG Herzogenaurach: Am kommenden Montag entscheidet sich das Schicksal der Herzogenauracherinnen: Steigen sie direkt wieder ab oder bekommen sie noch eine Chance, es auf den Relegationsplatz zu schaffen. Dort steht aktuell die SpVgg Zeckern II, die an besagtem Tag gegen die SpVgg Erlangen III (6.) verlieren muss. Nur dann könnte sich die TS mit einem Sieg beim bereits gesicherten TSC Neuendettelsau (7.) am Freitag, 13. April, noch in die Relegation retten. "Wir mussten diese Saison in oft wechselnder Besetzung auflaufen und haben einige Punkte liegen lassen. Aber wir sind motiviert und optimistisch, dass wir uns halten können und nächste Saison in der Bezirksoberliga starten dürfen. Die Neueinteilung mit neuen Gegnern ist eine spannende Sache", sagt Mannschaftsführerin Kerstin Zollhöfer.


Männer, 3. Bezirksliga Nord

TSV Frauenaurach: Drei Saisonspiele muss der TSV noch bestreiten und hat damit die Chance, Eschenau II noch vom zweiten Rang zu verdrängen, der die Relegation für die neue Bezirksoberliga mit sich bringen würde. "Wir werden unser Bestes geben und würden einen möglichen Aufstieg auch wahrnehmen. Sollte das nicht klappen, würde sich trotzdem einiges ändern. In der aktuellen 3. Bezirksliga spielen wir mit Klubs aus dem Kreis Fürth. Diese werden in den neuen Bezirksligen anders eingruppiert. Wir Erlanger Vereine orientieren uns dann mehr nach Forchheim", erklärt Frauenaurachs Nummer 1, Daniel Glaas.