Mit Aufsteiger ATSV Erlangen und der SpVgg Jahn Forchheim, die sich mit 3:2 in Memmelsdorf durchsetzte, haben zwei der vier Bayernligisten aus dem Fußball-Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund den Einzug in die zweite Runde des BFV-Pokals geschafft. Der FSV Erlangen-Bruck war bei der SG Quelle Fürth zwar nicht so favorisiert wie Spanien im Achtelfinale gegen WM-Gastgeber Russland, scheiterte aber ebenso im Elfmeterschießen. Erst morgen greift der SC Eltersdorf in den Wettbewerb des Bayerischen Fußball-Verbands ein, in dem es theoretisch um den Einzug in den DFB-Pokal geht.


SG Quelle Fürth - Erlangen-Bruck 6:5 n.E

Da der Hauptplatz gesperrt war, erwartete die SG ihren Gast auf einem kleineren Spielfeld. "Dass soll aber keine Entschuldigung sein", nahm Brucks Co-Trainer Besnik Avdiji vorweg. Seine Mannschaft hätte das Weiterkommen auch so locker sicherstellen können, vergab aber mehrere hochprozentige Chancen. Zunächst brachte Frank Kirschner die Quelle mit einem abgefälschten Schuss aus 35 Metern glücklich in Führung (14.), doch Oliver Seybold, der nach einem Angriff über den Flügel nur noch einzuschieben brauchte (33.), und Adem Selmani, der eine Flanke von Timur Zenginer verwertete (42.), drehten die Partie noch vor der Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff und vor allem nach dem 2:2 von Dickson Abiama, der nach einem Ballverlust von Bastian Lunz relativ unbedrängt auf den Erlanger Keeper Nicolas Herzig zulief (66.), agierte der Bayernligist gegen den Landesligisten zu umständlich. "Das war alles zu pomadig", erklärte Avdiji, der Möglichkeiten von Seybold, Selmani und Lunz aufzählte. Im Elfmeterschießen wurde es nicht besser: Selmani semmelte gleich den ersten Versuch drüber, später parierte der SG-Torwart gegen Richard Vidal.
Bruck: Herzig - Lala, Zenginer, Drießlein (71. Vidal), Seybold, Selmani, Skach, Fromholzer, Cagli (77. Roas), Lunz, Özdemir


SpVgg Weiden - ATSV Erlangen 1:3

Weiden ist in die Landesliga Mitte abgestiegen, Erlangen in die Bayernliga Nord aufgestiegen. Mit diesem Selbstvertrauen legte der ATSV los. Vignon Amegan stand nach einer gelungenen Kombination an der Strafraumkante und zog zum 0:1 ab (33.). Dennoch hatten die Gäste Schwierigkeiten mit der kämpfenden und konternden SpVgg. Dann hatten die Oberpfälzer auch noch Glück, dass der Schiedsrichter nach einem Zweikampf von Hakim Graine auf den Punkt zeigte. Den zweifelhaften Strafstoß verwandelte Benjamin Werner (38.).

Weiden bekam sogar einen zweiten Elfmeter. Diesmal wegen Handspiels. Diesmal berechtigt. Doch Werner wiederholte sein Erfolgserlebnis nicht. So war der Weg frei für ATSV-Zugang Ismail Yüce, der nach seinen zahlreichen Treffern in der Bezirksliga zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für einen Bayernligisten jubeln durfte, als er eine Flanke von Ahmet Kulabas einköpfte (49.).

Der ehemalige Stürmer von Cagrispor Nürnberg machte kurz vor Schluss auch den Deckel drauf, weil die SpVgg mehr Risiko gegangen war (86.). Direkt danach durfte Yüce raus. Weitere Gelegenheiten ließen die Erlanger liegen. Am kommenden Wochenende muss der Aufsteiger neben Testspiel und Erdinger-Meister-Cup in der zweiten Runde des BFV-Pokals zum Nordost-Landesligisten TSV Neudrossenfeld.

ATSV: Kraut - Diesner, Amegan, Faßold (53. Ferizi), Kulabas, Yüce (86. List), Kammermeyer, Guerra, Marx, Graine (54. Steininger), Ruhrseitz