Mit null Punkten nach den ersten beiden Spieltagen der neuen Saison in der Fußball-Landesliga Nordost steht der FC Herzogenaurach auf Rang 17. Beim SC Feucht, der sich mit nun zwei Siegen erwartungsgemäß als eines der Topteams präsentiert, setzte es eine 1:4-Niederlage.

Der Baiersdorfer SV erkämpfte sich bei seinem zweiten Einsatz den ersten Zähler. Gegen den SC Schwabach stand es bei Schlusspfiff 1:1.

Landesliga Nordost

Baiersdorfer SV - SC Schwabach 1:1

Der BSV bewies Moral, denn lange sah es nach einer Niederlage aus. Zwar begannen die Gastgeber druckvoll, aber mit der ersten Chance traf Anton Shynder aus abseitsverdächtiger Position (7.). Danach hatte Baiersdorf Glück, dass Keeper Alexander Fieber einen guten Tag hatte und Schwabach das leere Tor nicht traf. Auf der anderen Seite vertändelte ein Defensivmann kurz vor der Pause an Alexander Kraus, der den Ball aus 16 Metern aber neben das verwaiste Gehäuse setzte.

In der zweiten Hälfte tat sich lange nichts, bis Shynder nach einer Ecke den Pfosten traf. Im Gegenzug zimmerte Mladen Popovic einen Freistoß ans Lattenkreuz. Kurz vor Ende verletzte sich Gästekeeper Brunnhübner am Knie, machte humpelnd weiter und war beim Gegentreffer machtlos. Adrian Grinjuks' Flanke landete bei Marco Joachim, der die Pille zum späten Ausgleich in die Maschen köpfte (92.). "Man hat gesehen, dass wir mithalten können. Gegen Schwabach braucht man das Quäntchen Glück", sagte BSV-Trainer René Ebert. BB

BSV: Fieber - Kammermeyer, Lehmann, Heller, Schmitt, Reinhardt, Wurm, Popovic, Kraus (70. Grinjuks), Joachim, Filian (62. Hofmann)

SC Feucht - FC Herzogenaurach 4:1

Der FC Herzogenaurach musste kurzfristig auf Spielertrainer Jakob Karches verzichten, der aus privaten Gründen fehlte. Für ihn stand Co-Trainer Alan Hassgall zwar nicht auf, aber neben dem Platz. Er sah einen guten Start seines Teams: Mit der ersten wirklichen Chance überwand Kevin Rockwell den Feuchter Keeper zur Führung (8.). In Sachen Effizienz standen die favorisierten Feuchter den Gästen allerdings in Nichts nach: Nur eine Minute später klingelte es auf der anderen Seite, als Fabian Klose sein zweites Saisontor erzielte.

Ohne Karches fehlte der Herzogenauracher Defensive die Routine, Abstimmungsprobleme wurden deutlich. Ebenfalls zum zweiten Mal im zweiten Spiel traf Tim Ruhrseitz in der 13. Spielminute und drehte das Spiel zugunsten des SC. Noah Mengi machte in der 21. Minute den Feuchter Dreierpack perfekt. Zuvor hatten die Herzogenauracher Glück, als die Hausherren nach einem Lattentreffer den Ball neben das Tor setzten. Bis zur Pause vergab Feucht noch einige weitere gute Möglichkeiten. In der zweiten Hälfte ließ der Gastgeber nur wenig zu und der starke Klose bereitete mit seiner zweiten Vorlage des Tages den Doppelpack für Mengi vor (79.).

"Feucht ist eine Klasse für sich. Die haben neun Vertragsamateure, das war deutlich zu sehen", sagte der sportliche Leiter Ulrich Zeitschel. "Da haben wir uns nichts ausgerechnet." Die null Punkte nach zwei Spielen seien kein Beinbruch: "Letztes Jahr haben wir erst am vierten Spieltag den ersten Sieg geholt. Daher mache ich mir da keine Sorgen." 2018 war nach einem Unentschieden gegen Mitterteich sowie Pleiten gegen Schwabach und Bamberg in Großschwarzenlohe der Knoten geplatzt (3:1).

Am vergangenen Wochenende wäre gegen Stadeln zwar mehr drin gewesen, "aber da haben wir eben unsere Chancen nicht reingemacht. Sonst war es völlig ausgeglichen." jw