Zwei Punkte aus drei Spielen - der Saisonstart verlief für die SG Wolfsberg/ Geschwand alles andere als zufriedenstellend. Für Nico Winter ist es allerdings nur noch eine Frage der Zeit, bis seine neuformierte Spielgemeinschaft ins Rollen kommt. Denn abgesehen von der Chancenverwertung gibt es kaum Baustellen in seinem Team.

Wer hat Sie angespielt?
Nico Winter: Ich wurde von Michael Stenglein aus Gößweinstein angespielt. Wir sind gemeinsam im Faschingsverein und haben auch privat oft miteinander zu tun. Auf dem Sportplatz ist er ein sehr ehrgeiziger Kicker, der immer sein Bestes gibt. Ich würde fast schon behaupten, dass Michi ein Fußball-Fanatiker ist.

Während seine Gößweinsteiner einen zufriedenstellenden Saisonstart hinlegten, fuhr Ihr Team gerade einmal zwei Punkte aus den ersten drei Partien ein. Woran hapert es momentan?
Man darf sich von unserer Ausbeute nicht täuschen lassen. Abgesehen vom ersten Spiel, bei dem das Remis absolut gerechtfertigt war, waren wir danach zweimal die bessere Mannschaft und hätten gewinnen müssen. Dass am Ende aus diesen beiden Partien nur ein Zähler heraussprang, lag an unserer Torausbeute. Wir haben Großchancen reihenweise liegenlassen, während unsere Gegner wesentlich effektiver auftraten. In der Offensive sind wir aktuell nicht kaltschnäuzig genug. Wenn wir das in den Griff bekommen, bin ich aber zuversichtlich, dass wir eine gute Saison spielen können.

Dafür müsste jedoch am Wochenende in Troschenreuth der Grundstein mit einem Sieg gelegt werden.
Das stimmt. Aber ich gehe davon aus, dass wir uns gegen den Kreisliga-Absteiger Troschenreuth warm anziehen müssen. Wir stehen gewissermaßen unter Druck, aber genau in solchen Situationen kann man auch viel erreichen. Wenn der Knoten endlich mal platzt und wir wieder mehr Tore erzielen, erwarte ich, dass wir gut mithalten können. Wir haben eine super Truppe, die sich im Training voll reinhängt. Es wird Zeit für den ersten Dreier.

In der vergangenen Spielzeit erreichten Sie einen beachtlichen achten Platz. Inzwischen hat sich bei Ihrem Verein viel verändert. Welche Tabellenregion peilen Sie nun an?
Unsere momentane Ausgangslage lässt uns nicht viel Raum für Spekulationen und Wünsche. Fakt ist aber, dass wir natürlich weiter vorne landen möchten und wieder einen einstelligen Tabellenrang einfahren wollen. Seit dieser Saison treten wir erstmals als Spielgemeinschaft an. Bisher klappt das abseits des Platzes auch alles hervorragend. Wir sind wirklich toll zusammengewachsen. Man merkt kaum noch, dass wir ursprünglich zwei unterschiedliche Mannschaften waren. Der Trainer hat das gut im Griff, und es gibt bislang keine Streitigkeiten. Nun müssen wir aber auch auf dem Rasen zeigen, dass wir gut harmonieren.

Wen spielen Sie als nächstes an?
Thomas Grüner von der SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf. Er hat uns vor dieser Saison verlassen, um höherklassig Spielpraxis zu sammeln. Wir haben seit der Jugend mehrere Jahre lang Seite an Seite gespielt und daher würde es mich auch freuen, wenn Thomas früher oder später wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt.