Schnelle Gegenstöße, millimetergenaue Pässe und wuchtige Rückraumwürfe: Dies und vieles mehr ist bald wieder in den Herzogenauracher Sporthallen zu sehen. Die Vorbereitungszeit der Handballer neigt sich dem Ende entgegen, Mitte September startet die Turnerschaft in die Saison. Mit dabei ist auch das Aushängeschild des Herzogenauracher Handballs, die erste Damenmannschaft, die in der 3. Liga antritt.

Rückblick auf Saison 2017/18

Die vergangene Spielzeit verlief für die Spielerinnen der damaligen Trainer Klaus Watzinger und Mirko Scholten durchwachsen. Einige schwache Spiele gegen direkte Konkurrenten standen einigen grandiosen Spielen, vor allem gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel, gegenüber. Trotz sehr starker Leistungen verpassten es die Handballerinnen, den Klassenerhalt zu sichern.

Dennoch qualifizierten sie sich mit dem zehnten Tabellenplatz für die Teilnahme an der Relegation. Während die erste Runde verloren ging, sicherte sich die TSH in der zweiten Runde mit dem Sieg gegen den SFN Vechta den ersten Platz auf der Nachrückeliste. Erst als die Rückkehr in die Bayernliga für viele schon gewiss schien, verzichtete ein Drittligist kurzfristig auf seinen Startplatz und ebnete so den Weg für die TSH zurück in die 3. Liga. Aus geografischen Gründen wurde die Turnerschaft der Staffel Ost zugeordnet.

Steigerung von Spiel zu Spiel

Trainer René Friedrich ist sehr zufrieden mit dem konditionellen Leistungsstand seiner Mannschaft: "Tommy Fenske hat hier super Arbeit geleistet und gezielt die Schwachstellen der einzelnen Spielerinnen trainiert." Neben schweißtreibenden Trainingseinheiten stand auch eine Vielzahl an Testspielen auf dem Programm. Hierbei steigerten sich die Damen von Spiel zu Spiel.

Die beste Leistung zeigten sie beim Mittelhessen-Cup, der mit vielen Drittligisten besetzt war. Im Finale setzten sie sich in der 40-minütigen Spielzeit knapp mit 16:14 gegen den Gastgeber und Meister der 3. Liga Ost, HSG Kleenheim-Langgöns, durch. Geht es alleine nach den Testspielergebnissen, blickt das Trainergespann, René Friedrich und Steffi Mittasch, gelassen in die Saison: "Wir sind auf einem guten Weg und haben auch gegen die etablierten Drittligisten gut ausgesehen", sagt Freidrich.

Die Stimmung im Team sei richtig gut und alle Neuzugänge hätten sich integriert. Die Mannschaft geht mit einem sehr ausgeglichenen Kader in die Saison. Jede Position ist doppelt besetzt, womit Wechsel ohne Qualitätsverlust möglich sind. Mit Laura Brockschmidt und Julia Drachsler haben zwei Neuzugänge entscheidende Lücken gefüllt.

Zwar werfen aktuell einige kleinere Verletzungen die Damen zurück, doch diese sollten bis zum Saisonstart auskuriert sein. Einzig auf die starke Linkshänderin Carole Mittelheisser und die am Knie verletzte Jana Lichtscheidel muss die TSH vorerst verzichten.

Neue Staffel, unbekannte Gegner

Ein Ziel für die neue Saison ist mannschaftsintern noch nicht festgelegt worden. Wenn es nach dem Trainer geht, so sollte der Klassenerhalt schnellstmöglich kein Thema mehr sein: "Wir wollen gegen alle Gegner konstant unsere Leistung bringen und vor allem die direkten Konkurrenten auf Distanz halten." Sicherlich muss sich die Mannschaft zunächst in die neue Staffel mit bislang unbekannten Gegnern hineinfinden. Doch dann ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld durchaus möglich.

Linksaußen Amelie Theobald bringt die Gefühlslage auf den Punkt: "Die Vorbereitung war intensiv. Jetzt sind wir heiß darauf, dass es losgeht."

Bevor die Runde am 16. September beim Titelfavoriten HC Leipzig startet, testen die Handballdamen am Samstag (16 Uhr) zu Hause ein letztes Mal gegen den ESV Regensburg. Das erste Heimspiel der 3. Liga findet am Sonntag, 23. September, um 14.30 Uhr gegen die TSG 1888 Eddersheim statt.