Seit 15 Jahren gibt es die Gremsdorfer "Bixn".Dieses kleine Jubiläum wollten die Fußballerinnen mit dem Aufstieg in die Kreisliga krönen. Ins Relegationsspiel gegen den Vizemeister der Kreisklasse 2 ER/PEG, die SG Obertrubach/Kirchenbirkig, gingen die Gremsdorferinnen als Favorit und wurden dieser Rolle 120 Minuten lang auch gerecht. Trotzdem gab es lange Gesichter.


Relegation zur Kreisliga ER/PEG: SC Gremsdorf - SG Obertrubach/Kirchenbirkig   n. E. 7:8

Die erste Chance hatten die Gremsdorfer "Bixn", aber der Schuss von Vanessa Herberger war harmlos (14.). Auch ihr zweiter Schuss nach der Trinkpause fand nicht den Weg ins Obertrubacher Tor (30.). Nach einem starken Angriff über die rechte Außenbahn war die auffällige Herberger wenige Minuten vor dem Seitenwechsel mit ihrem dritten Versuch zum verdienten 1:0 erfolgreich (41.). Doch die Führung hielt nicht lang, weil Christina Merz mit einem Freistoß aus 30 Metern zum Ausgleich traf, wobei SC-Torhüterin Birgit Gehr nicht gut aussah (45.).

Die erste richtig gute Chance in der zweiten Halbzeit hatten die "Bixn" in Person von Spielführerin Verena Oeser, die mit ihrem Versuch aus 16 Metern aber am Aluminium scheiterte (67.). Da sich nach 90 Minuten keine der beiden Mannschaften durchsetzen konnte, ging es für die zweiundzwanzig Spielerinnen in die Verlängerung. Auch nach den 30 Extraminuten gab es keine Entscheidung und so musste das unbeliebte Elfmeterschießen den Sieger zu Tage fördern.

Das Pech der Gremsdorferinnen setzte sich auch hier fort: Die "Bixn" führten 3:2, ehe eine Gremsdorferin beim fünften Versuch den möglichen Siegtreffer vergab. Das vierte K.o.-Duell brachte die Entscheidung zugunsten der SG. Insgesamt waren damit neun Strafstöße auf beiden Seiten für die Entscheidung nötig, wobei dem SC dreimal die Nerven versagten.

Kapitänin Verena Oeser war nach der Partie dementsprechend bedient: "Wir haben viel mehr in dieses Spiel investiert und hatten mehr Chancen als Obertrubach. Zweimal war das Aluminium in der regulären Spielzeit im Weg und das Gegentor war unser einziger Fehler im gesamten Spiel. Unser Gegner hatte ansonsten keine Chance in dieser Begegnung, aber das Glück auf seiner Seite. Dass die Entscheidung dann im Elfmeterschießen fällt, macht es für uns nur noch bitterer."

SpVgg-Trainer Nils Lukat schloss sich dieser Analyse an: "Wir hatten in diesem Spiel sehr viel Glück, alleine schon bei dem Lattentreffer. Der Gegner war heute besser, vor allem in der ersten Halbzeit war Gremsdorf überragend. Das Elfmeterschießen war wie immer Lotterie, aber nun fahren wir erstmal mit dem Traktor durch das Dorf und feiern unsere Krönung der Saison. Da wir den Aufstieg schon abgehakt hatten, ist es für uns alle natürlich nun umso schöner."